Lexikon

Single Sign-On (SSO)

Single Sign-On (SSO) bedeutet, dass sich Mitarbeitende einmal anmelden und danach ohne erneute Passworteingabe mehrere Anwendungen nutzen. Ein zentraler Identitätsanbieter bestätigt die Identität gegenüber den Diensten.

13. Oktober 2026SSOAnmeldungIdentität

In vielen Unternehmen ist die Zahl der genutzten Anwendungen stark gewachsen: E-Mail, Ablage, Zeiterfassung, CRM, Personalsoftware und Fachanwendungen. Ohne Single Sign-On braucht jede davon ein eigenes Konto mit eigenem Passwort. Das führt zu schwachen oder mehrfach verwendeten Passwörtern und zu Konten, die beim Austritt vergessen werden. SSO verlagert die Anmeldung an eine zentrale Stelle, an der sich Sicherheitsregeln einheitlich durchsetzen lassen.

Wie funktioniert Single Sign-On?

Beteiligt sind ein Identitätsanbieter, etwa Microsoft Entra ID, und die Anwendungen, die diesem Anbieter vertrauen. Der Ablauf sieht vereinfacht so aus:

  1. Eine Person ruft eine Anwendung auf und wird zum Identitätsanbieter weitergeleitet.
  2. Dort meldet sie sich an, idealerweise mit Multi-Faktor-Authentifizierung.
  3. Der Identitätsanbieter stellt ein digital signiertes Token aus, das die Identität bestätigt.
  4. Die Anwendung prüft die Signatur und gewährt den Zugriff.

Solange die Sitzung beim Identitätsanbieter gültig ist, gelangt die Person ohne neue Eingabe in weitere angebundene Anwendungen. Verbreitete Standards sind SAML 2.0 und OpenID Connect für Web- und Cloud-Anwendungen sowie Kerberos in klassischen Windows-Netzen.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

SSO ist nicht dasselbe wie ein überall gleiches Passwort. Bei SSO erfährt die Anwendung das Passwort gar nicht, sie erhält nur die signierte Bestätigung des Identitätsanbieters.

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