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Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) bestätigt eine Anmeldung mit mindestens zwei unabhängigen Faktoren, etwa Passwort und Smartphone-App. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr für den Zugriff.

13. Oktober 2026MFAAuthentifizierungIdentität

Passwörter allein schützen Konten nur unzureichend. Sie werden erraten, in Datenlecks veröffentlicht, mehrfach verwendet oder über Phishing abgegriffen. Multi-Faktor-Authentifizierung ergänzt das Passwort um mindestens einen weiteren Nachweis und gilt deshalb als eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen gegen Kontoübernahmen. Bei genau zwei Faktoren spricht man auch von Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Die NIS2-Richtlinie nennt Multi-Faktor-Authentifizierung ausdrücklich unter den Maßnahmen zum Management von Cybersicherheitsrisiken, soweit sie angemessen ist.

Wie funktioniert Multi-Faktor-Authentifizierung?

Die Faktoren stammen aus unterschiedlichen Kategorien:

Entscheidend ist, dass die Faktoren aus verschiedenen Kategorien stammen. Zwei Passwörter ergeben keine MFA.

Die Verfahren unterscheiden sich deutlich in ihrer Sicherheit. SMS-Codes sind besser als kein zweiter Faktor, lassen sich aber abfangen oder durch Täuschung erfragen. Einmalcodes aus einer Authenticator-App und Push-Bestätigungen sind verbreitet, können bei ausgefeiltem Phishing aber ebenfalls ausgehebelt werden. Als phishing-resistent gelten Verfahren nach dem FIDO2-Standard, etwa Hardware-Sicherheitsschlüssel und Passkeys, weil sie kryptografisch an die echte Website gebunden sind.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

MFA beschreibt die Prüfung der Identität bei der Anmeldung. Conditional Access entscheidet zusätzlich anhand von Kontext wie Gerät, Standort oder Risiko, ob und mit welchen Faktoren eine Anmeldung erlaubt wird.

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