Lexikon

Datenresidenz

Datenresidenz bezeichnet den geografischen Ort, an dem ein Anbieter Daten speichert und verarbeitet. Für Unternehmen ist sie wichtig, um Datenschutz-, Vertrags- und Branchenanforderungen nachweisbar einzuhalten.

13. Oktober 2026DatenstandortCloudDSGVO

Bei Cloud-Diensten liegen Daten nicht mehr im eigenen Serverraum, sondern in Rechenzentren des Anbieters, oft verteilt auf mehrere Standorte. Datenresidenz beantwortet die Frage, in welchem Land oder welcher Region diese Rechenzentren liegen. Viele Unternehmen verlangen eine Speicherung innerhalb der EU, manche Auftraggeber oder Branchen auch innerhalb eines bestimmten Landes.

Die DSGVO schreibt nicht generell vor, dass personenbezogene Daten in der EU bleiben müssen. Übermittlungen in Drittländer sind aber nur unter Bedingungen zulässig, etwa auf Grundlage eines Angemessenheitsbeschlusses der EU-Kommission oder von Standardvertragsklauseln.

Wie Datenresidenz umgesetzt wird

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Datenresidenz beschreibt nur den Ort. Datensouveränität geht weiter und meint die Kontrolle darüber, wer auf Daten zugreifen kann und welchem Recht sie unterliegen.

Dieser Eintrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung.

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