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Business Continuity Management (BCM)

Business Continuity Management (BCM) ist ein Managementansatz, mit dem ein Unternehmen sicherstellt, dass seine kritischen Geschäftsprozesse auch bei schweren Störungen weiterlaufen oder in vertretbarer Zeit wieder anlaufen.

13. Oktober 2026BCMNotfallmanagementResilienz

Ein Brand, ein Cyberangriff, der Ausfall eines wichtigen Lieferanten oder eine Pandemie: Manche Ereignisse treffen ein Unternehmen so stark, dass der normale Betrieb nicht mehr möglich ist. BCM bereitet darauf vor, indem vorab geklärt wird, welche Prozesse unverzichtbar sind, wie lange sie ausfallen dürfen und wie ein Notbetrieb aussieht. Es betrifft das ganze Unternehmen, nicht nur die IT.

Internationaler Bezugsrahmen ist die Norm ISO 22301 für Business-Continuity-Managementsysteme; in Deutschland beschreibt zudem der BSI-Standard 200-4 das Vorgehen. Auch NIS2 nennt die Aufrechterhaltung des Betriebs, etwa durch Backup-Management und Wiederherstellung nach einem Notfall, sowie das Krisenmanagement ausdrücklich als Teil der Risikomanagementmaßnahmen.

Wie funktioniert BCM?

  1. Business-Impact-Analyse: Für jeden Geschäftsprozess wird ermittelt, welche Folgen ein Ausfall im Zeitverlauf hat und welche Ressourcen er braucht, etwa Personal, Räume, IT und Lieferanten.
  2. Risikobewertung: Es wird untersucht, welche Bedrohungen diese Ressourcen ausfallen lassen könnten, siehe IT-Risikoanalyse.
  3. Strategien und Pläne: Für kritische Prozesse entstehen Notbetriebs- und Wiederanlaufpläne, zum Beispiel Ausweicharbeitsplätze, manuelle Ersatzverfahren oder alternative Lieferanten. Für die IT übernimmt die Disaster Recovery die Wiederherstellung.
  4. Krisenorganisation: Ein Krisenstab mit klaren Rollen, Entscheidungsbefugnissen und Kommunikationswegen wird festgelegt.
  5. Übungen und Verbesserung: Pläne werden regelmäßig geübt, ausgewertet und angepasst.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Disaster Recovery ist ein Teil des BCM und bezieht sich auf die IT. BCM betrachtet darüber hinaus Personal, Gebäude, Lieferketten und Kommunikation.

Dieser Eintrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung.

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