Lexikon

Disaster Recovery

Disaster Recovery (DR) bezeichnet die Pläne, Technik und Abläufe, mit denen IT-Systeme und Daten nach einem schweren Ausfall, etwa durch Ransomware, Brand oder Hardwaredefekt, in festgelegter Zeit wiederhergestellt werden.

13. Oktober 2026Disaster RecoveryNotfallplanungWiederherstellung

Ein Backup allein bringt den Betrieb noch nicht zurück. Nach einem schweren Vorfall stellen sich viele Fragen gleichzeitig: Welche Systeme werden zuerst wiederhergestellt, auf welcher Hardware, von wem, und wie lange dauert das? Disaster Recovery beantwortet diese Fragen vorab, damit im Ernstfall nach einem erprobten Plan gearbeitet wird statt improvisiert.

Wie funktioniert Disaster Recovery?

Grundlage ist eine Analyse, welche Systeme für das Geschäft kritisch sind und wie lange sie ausfallen dürfen. Daraus ergeben sich je System zwei Zielwerte: der tolerierbare Datenverlust und die tolerierbare Ausfallzeit, siehe RPO und RTO.

Je nach Zielwert kommen unterschiedliche Verfahren infrage: die Wiederherstellung aus Backups auf Ersatzhardware, die laufende Replikation virtueller Maschinen an einen zweiten Standort, der im Notfall übernimmt, oder der Wiederanlauf in einer Cloud-Umgebung, häufig als Disaster Recovery as a Service angeboten. Je kürzer die Zielzeiten, desto aufwendiger und teurer wird die Lösung.

Der DR-Plan legt Rollen, Kommunikationswege, Wiederherstellungsreihenfolge und Abhängigkeiten fest. So muss etwa der Verzeichnisdienst meist laufen, bevor Anwendungen wieder nutzbar sind.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Disaster Recovery konzentriert sich auf die Wiederherstellung der IT. Business Continuity Management ist weiter gefasst und betrachtet, wie das gesamte Unternehmen seine kritischen Prozesse fortführt, notfalls auch im Notbetrieb ohne IT.

Bezug zu TOMORIS

Backup und Recovery sind bei TOMORIS als GRID.vault ein Baustein des vernetzten IT-Betriebs GRID.

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