Lexikon

Privileged Access Management (PAM)

Privileged Access Management (PAM) umfasst Verfahren und Werkzeuge, mit denen Unternehmen besonders mächtige Konten wie Administratoren und Dienstkonten absichern, kontrolliert vergeben und protokollieren.

13. Oktober 2026PAMAdministratorkontenZugriffssteuerung

Privilegierte Konten können Systeme verändern, Daten löschen, Sicherheitsfunktionen abschalten und neue Benutzer anlegen. Genau deshalb sind sie ein bevorzugtes Ziel bei Angriffen: Wer etwa ein Domänenadministrator-Konto übernimmt, kontrolliert in der Regel das gesamte Netzwerk. Privileged Access Management setzt das Prinzip Least Privilege für diese besonders kritischen Zugänge konsequent um.

Zu den privilegierten Zugängen zählen nicht nur persönliche Administratorkonten, sondern auch Dienstkonten, Notfallkonten, Zugänge zu Netzwerkgeräten und Cloud-Konsolen sowie technische Schlüssel für Schnittstellen.

Wie funktioniert Privileged Access Management?

PAM-Lösungen kombinieren meist mehrere Funktionen:

Im Microsoft-Umfeld gibt es dafür etwa Privileged Identity Management in Microsoft Entra ID, mit dem sich Administratorrollen zeitlich begrenzt freischalten lassen.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Ein Passwort-Manager verwaltet Zugangsdaten vieler Mitarbeitender für den Arbeitsalltag. PAM konzentriert sich auf wenige, aber besonders mächtige Zugänge und ergänzt die sichere Aufbewahrung um Freigabeprozesse, zeitliche Begrenzung und Sitzungskontrolle.

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