Lexikon

SIEM

SIEM steht für Security Information and Event Management. Ein SIEM sammelt Protokolldaten aus vielen IT-Systemen zentral, verknüpft sie und erkennt daraus sicherheitsrelevante Ereignisse und Angriffsmuster.

13. Oktober 2026SIEMLogdatenAngriffserkennung

In einem Unternehmen erzeugen Firewalls, Server, Endgeräte, Cloud-Dienste und Anwendungen ständig Protokolldaten. Einzeln betrachtet sagen diese Einträge oft wenig. Erst im Zusammenhang wird sichtbar, dass etwa eine ungewöhnliche Anmeldung, eine neue Weiterleitungsregel im Postfach und ein großer Datenabfluss zum selben Angriff gehören. Genau für diese Zusammenschau ist ein SIEM gedacht.

Wie funktioniert ein SIEM?

Ein SIEM erfüllt mehrere Aufgaben:

  1. Sammeln: Logdaten aus unterschiedlichen Quellen werden zentral gespeichert.
  2. Normalisieren: Die Daten werden in ein einheitliches Format gebracht, damit sie vergleichbar sind.
  3. Korrelieren: Regeln und Analysen verknüpfen Ereignisse über Systeme hinweg und erkennen Muster, etwa viele fehlgeschlagene Anmeldungen, gefolgt von einer erfolgreichen.
  4. Alarmieren: Auffälligkeiten werden als Alarm an das zuständige Team gemeldet.
  5. Aufbewahren und Auswerten: Protokolle stehen für Untersuchungen, Berichte und Nachweise zur Verfügung.

Viele moderne SIEM-Lösungen laufen in der Cloud und nutzen neben festen Regeln auch Verhaltensanalysen. Häufig werden sie mit SOAR-Funktionen (Security Orchestration, Automation and Response) kombiniert, die wiederkehrende Reaktionen automatisieren, zum Beispiel das vorläufige Sperren eines Kontos.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

IT-Monitoring überwacht vor allem Verfügbarkeit und Leistung von Systemen, etwa ob ein Server erreichbar ist oder eine Festplatte voll läuft. Ein SIEM wertet Ereignisse dagegen unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit aus.

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