Lexikon

Least Privilege

Least Privilege, das Prinzip der minimalen Rechte, besagt, dass Personen, Programme und Systeme nur die Berechtigungen erhalten, die sie für ihre Aufgabe tatsächlich benötigen, und das nur so lange wie nötig.

13. Oktober 2026BerechtigungenZugriffssteuerungIdentität

Least Privilege gehört zu den ältesten und zugleich wirksamsten Grundsätzen der Informationssicherheit. Die Idee: Je weniger Rechte ein Konto hat, desto weniger Schaden kann entstehen, wenn es missbraucht, übernommen oder versehentlich falsch bedient wird. Das Prinzip ist ein zentraler Bestandteil von Zero Trust und spielt auch in Managementsystemen nach ISO/IEC 27001 eine wichtige Rolle bei der Zugriffssteuerung.

In der Praxis wachsen Berechtigungen oft über die Jahre: Mitarbeitende wechseln die Abteilung und behalten alte Zugriffe, Projektordner bleiben für alle offen, Benutzerkonten haben lokale Administratorrechte, weil eine Software das einmal verlangt hat. Least Privilege wirkt diesem schleichenden Zuwachs entgegen.

Wie wird Least Privilege umgesetzt?

Das Prinzip greift auf mehreren Ebenen:

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Eng verwandt ist das Need-to-know-Prinzip: Es beschränkt den Zugang zu Informationen auf jene, die sie für ihre Aufgabe kennen müssen. Least Privilege ist breiter gefasst und betrifft alle Rechte, auch technische wie das Installieren von Software, das Verwalten von Konten oder das Ändern von Konfigurationen.

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