Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik. Der Begriff wurde 1956 bei einer Konferenz am Dartmouth College geprägt, und lange Zeit war KI vor allem ein Forschungsthema. Heute steckt sie in alltäglichen Werkzeugen: im Spamfilter, in der Übersetzungsfunktion, in der Spracherkennung am Smartphone und in Assistenten, die Texte zusammenfassen oder Entwürfe schreiben.
Für Unternehmen ist KI vor allem ein Werkzeug, um wiederkehrende Wissensarbeit zu beschleunigen und große Datenmengen auszuwerten. Gleichzeitig wirft sie Fragen zu Datenschutz, Verantwortung und Qualität auf, die vor dem Einsatz geklärt sein sollten.
Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?
Grob lassen sich zwei Ansätze unterscheiden. Regelbasierte Systeme folgen Wenn-dann-Regeln, die Fachleute vorab festlegen. Lernende Systeme leiten Muster dagegen selbst aus Beispieldaten ab – das ist Machine Learning. Die meisten aktuellen KI-Anwendungen beruhen auf diesem zweiten Ansatz, häufig in Form von Deep Learning mit großen neuronalen Netzen.
Fachlich werden heutige Systeme meist der sogenannten schwachen KI zugeordnet. Diese Systeme lösen bestimmte Aufgaben, oft sehr gut, ohne ein eigenes Verständnis der Welt zu besitzen. Eine allgemeine KI, die menschliche Fähigkeiten in allen Bereichen erreicht, gibt es bisher nicht.
Wofür KI in Unternehmen eingesetzt wird
- Texte entwerfen, zusammenfassen und übersetzen, etwa mit generativer KI
- E-Mails und Tickets nach Thema oder Dringlichkeit vorsortieren
- Belege und Formulare auslesen und Daten in Fachsysteme übernehmen
- Auffälligkeiten in Protokollen, Messwerten oder Zahlungsströmen erkennen
- Wissen aus Handbüchern und Richtlinien per Chat auffindbar machen
Worauf Unternehmen achten sollten
- Nutzen zuerst: Mit einem klar umrissenen Anwendungsfall starten, nicht mit der Technologie.
- Datenschutz klären: Vorab festlegen, welche Daten in welche Dienste gelangen dürfen und wo sie verarbeitet werden.
- Ergebnisse prüfen: KI-Ausgaben können fehlerhaft sein und brauchen je nach Tragweite eine menschliche Kontrolle.
- Rechtsrahmen beachten: Der EU AI Act stellt Anforderungen an Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, darunter die Pflicht, für ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeitenden zu sorgen.
- Mitarbeitende einbinden: Schulungen und klare Nutzungsregeln schaffen Akzeptanz und senken Risiken.
Abgrenzung
KI und Prozessautomatisierung werden oft gleichgesetzt. Klassische Automatisierung arbeitet mit festen Regeln und liefert bei gleicher Eingabe stets dasselbe Ergebnis. KI kann auch mit unstrukturierten Inhalten wie Freitext umgehen, arbeitet aber mit Wahrscheinlichkeiten. In der Praxis werden beide häufig kombiniert.
Bezug zu TOMORIS
Der Bereich TOMORIS NEXT befasst sich mit KI, Software und Automatisierung; Trainings zum Thema bietet TOMORIS UNIVERSITY.
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