Lexikon

Machine Learning

Machine Learning (maschinelles Lernen) ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, bei dem Software Muster aus Beispieldaten ableitet, statt jede Regel ausdrücklich programmiert zu bekommen.

13. Oktober 2026Machine LearningKIDaten

In der klassischen Softwareentwicklung legt ein Mensch fest, wie ein Programm auf welche Eingabe reagiert. Beim Machine Learning (ML) ist das anders: Ein Algorithmus erhält viele Beispiele und leitet daraus selbst ein Modell ab, das sich auch auf neue, unbekannte Fälle anwenden lässt. Das ist besonders dort nützlich, wo sich Regeln kaum vollständig aufschreiben lassen, etwa bei der Frage, ob eine E-Mail Spam ist.

Machine Learning ist die Grundlage der meisten heutigen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, von Prognosen bis zu Sprachmodellen.

Wie funktioniert Machine Learning?

Ein ML-Modell durchläuft zwei Phasen. Im Training passt ein Algorithmus die Parameter des Modells so an, dass es die Beispieldaten möglichst gut abbildet. In der Anwendung, auch Inferenz genannt, verarbeitet das fertige Modell neue Daten und liefert eine Vorhersage oder Einordnung.

Drei Lernformen werden unterschieden:

  1. Überwachtes Lernen: Die Trainingsdaten enthalten die richtige Antwort, etwa „Rechnung“ oder „Mahnung“ als Kategorie eines Dokuments.
  2. Unüberwachtes Lernen: Das Verfahren sucht ohne Vorgaben nach Strukturen, zum Beispiel nach Gruppen ähnlicher Bestellungen.
  3. Bestärkendes Lernen: Ein System lernt durch Rückmeldungen in Form von Belohnung oder Bestrafung, welche Handlungen zum Ziel führen.

Deep Learning ist eine Unterform des Machine Learning, die mit vielschichtigen neuronalen Netzen arbeitet.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Bezug zu TOMORIS

Ein Beispiel für automatische Einordnung ist MailAutomate, die strukturierte Mail-Automation von TOMORIS mit KI-Klassifikation.

KI-Beratung ansehen