Lexikon

Prozessautomatisierung

Prozessautomatisierung überträgt wiederkehrende, regelbasierte Arbeit an verbundene Systeme. Ausnahmen, Berechtigungen und menschliche Freigaben bleiben dabei bewusst Teil des Ablaufs.

AutomatisierungWorkflowProzesse

In fast jedem Unternehmen gibt es Abläufe, die immer nach demselben Muster laufen: Rechnungen prüfen und weiterleiten, neue Mitarbeitende anlegen, Bestellungen bestätigen, Anfragen zuordnen. Werden solche Schritte von Hand erledigt, kostet das Zeit, und mit jeder manuellen Übertragung steigt das Fehlerrisiko. Prozessautomatisierung lässt Systeme diese Schritte selbstständig ausführen und Daten ohne Medienbruch weitergeben.

Ziel ist nicht, Menschen aus dem Ablauf zu entfernen. Gut automatisierte Prozesse erledigen das Regelmäßige verlässlich und geben Ausnahmen und Entscheidungen gezielt an die zuständigen Personen weiter.

Wie funktioniert Prozessautomatisierung?

Ein automatisierter Ablauf besteht meist aus vier Elementen:

  1. Auslöser: ein Ereignis wie ein E-Mail-Eingang, ein ausgefülltes Formular, ein neuer Datensatz oder ein Zeitplan. Systeme melden solche Ereignisse häufig über einen Webhook.
  2. Regeln: Bedingungen legen fest, welcher Weg eingeschlagen wird, etwa abhängig von Betrag, Kunde oder Dokumenttyp.
  3. Aktionen: Daten werden über eine API an andere Systeme übergeben, Dokumente erstellt oder Aufgaben angelegt.
  4. Freigaben und Ausnahmen: Wo ein Mensch entscheiden muss, hält der Ablauf an und wartet auf eine Freigabe. Fehler werden gemeldet statt still übergangen.

Umgesetzt wird das je nach Fall mit Workflow- und Integrationsplattformen, Low-Code-Werkzeugen, eigener Software oder Software-Robotern. KI erweitert das Spektrum, weil sie unstrukturierte Inhalte wie Freitext oder Belege einordnen und Daten daraus auslesen kann. Wer über Ausnahmen entscheidet, bleibt dabei klar geregelt.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Robotic Process Automation (RPA) ist ein Werkzeug der Prozessautomatisierung, das Benutzeroberflächen bedient, wenn keine Schnittstelle vorhanden ist. In der Industrie bezeichnet Prozessautomatisierung außerdem die Steuerung verfahrenstechnischer Anlagen, etwa in der Chemie- oder Pharmaproduktion. Dieser Eintrag behandelt die Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Bezug zu TOMORIS

Den Ansatz von TOMORIS NEXT beschreibt die Seite Automatisierung. Mit MailAutomate hat TOMORIS zudem eine eigene Software für strukturierte Mail-Automation mit KI-Klassifikation.

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