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Credential Stuffing

Credential Stuffing ist ein automatisierter Angriff, bei dem gestohlene Kombinationen aus Benutzername und Passwort massenhaft bei anderen Onlinediensten ausprobiert werden. Er funktioniert, weil viele Menschen dasselbe Passwort für mehrere Konten verwenden.

25. Oktober 2026Credential StuffingZugangsdatenKontoübernahmePasswörter

Nach einem Datenleck bei einem Onlineshop oder Forum sind die erbeuteten Zugangsdaten oft rasch in Umlauf. Angreifende probieren diese Paare automatisiert bei E-Mail-Diensten, Microsoft 365, Webshops oder Bürgerportalen aus. Jede Person, die ihr Passwort mehrfach nutzt, wird so zum Ziel, auch wenn der eigentliche Dienst nie gehackt wurde. Die Wissensdatenbank MITRE ATT&CK führt die Methode als Technik T1110.004, das OWASP-Projekt für automatisierte Bedrohungen als OAT-008.

Wie funktioniert Credential Stuffing?

  1. Daten beschaffen: Zugangsdaten stammen aus früheren Datenlecks anderer Dienste, aus Phishing oder aus Schadsoftware.
  2. Automatisiert durchprobieren: Programme senden Anmeldeversuche in großer Zahl, oft verteilt über viele IP-Adressen, damit einfache Sperren nicht greifen.
  3. Treffer verwerten: Funktionierende Konten werden für Betrug, Spam, Datendiebstahl oder als Einstieg ins Unternehmensnetz genutzt.

Abgrenzung: Brute Force und Password Spraying

OWASP unterscheidet drei Muster. Beim Brute-Force-Angriff werden viele Passwörter gegen ein Konto geraten. Beim Password Spraying wird ein häufiges Passwort gegen viele Konten versucht, um Kontosperren zu umgehen. Credential Stuffing rät nicht, sondern verwendet echte, bereits gestohlene Paare.

Praxis für KMU und Gemeinden

Gefährdet sind zwei Seiten. Ihre Mitarbeitenden nutzen vielleicht dasselbe Passwort privat und beruflich; ein Leak bei einem privaten Dienst öffnet dann das Firmenkonto. Ihre eigenen Portale, etwa ein Webshop, ein Kundenbereich oder ein Bürgerservice einer Gemeinde, können Ziel automatisierter Anmeldeversuche werden. In beiden Fällen gilt: Ein Passwort allein ist kein ausreichender Schutz mehr.

Maßnahmen gegen Credential Stuffing

Bezug zu TOMORIS

GRID.darkwatch unterstützt die Erkennung offengelegter Unternehmens- und Zugangsdaten, ordnet Treffer ein und übersetzt sie in konkrete Schutzmaßnahmen. Eine kontrollierte Verwaltung gemeinsamer Passwörter mit klaren Rollen unterstützt GRID.pass.

Quellen

GRID.darkwatch ansehen

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