Vorhaben besprechen

TOOLBOX · SECURITY-CHECK

SSL/TLSCHECKEN.

Ist Ihr Zertifikat gültig, die Kette vollständig und TLS 1.0 wirklich abgeschaltet? Domain eingeben, Note erhalten und sehen, welche Einstellung fehlt.

Die Bot-Prüfung schützt die Toolbox vor automatisiertem Missbrauch.

Wir bauen höchstens acht kurze TLS-Verbindungen zu Port 443 auf, lesen Zertifikat, Protokoll und Verschlüsselung und trennen sofort wieder. Eine Seite wird nicht abgerufen. Ergebnisse speichern wir nicht dauerhaft.

WAS GEPRÜFT WIRD

Drei Ebenen.
Eine Note.

Dass eine Website verschlüsselt ist, sagt noch nicht, wie gut. Das entscheiden Zertifikat, Protokollversion und Verfahren. Jede Ebene prüfen wir einzeln.

  • 01

    Zertifikat

    Von einer anerkannten Stelle ausgestellt, passend zur Domain, mit vollständiger Kette und ausreichender Restlaufzeit. Dazu Schlüssel, Signatur, Seriennummer und SHA-256-Fingerprint.

  • 02

    Protokolle

    TLS 1.3 und 1.2 sollen gehen, TLS 1.1 und 1.0 nicht. Jede Version fragen wir einzeln an, für die alten senken wir die Sicherheitsstufe unseres Prüf-Clients eigens ab.

  • 03

    Verschlüsselung

    Forward Secrecy, authentisierte Verschlüsselung (AEAD) und die Frage, ob der Server auf Wunsch noch alte Verfahren wie RSA-Schlüsseltransport oder CBC mit SHA-1 annimmt.

WIE WIR BEWERTEN

Klare Regeln.
Belegte Quellen.

Die Note folgt veröffentlichten Empfehlungen, nicht unserem Geschmack. Bei jedem Befund steht, was zu tun ist, meist mit der passenden Zeile für nginx oder Apache.

  • Maßstab sind die BSI TR-02102-2 und die Mozilla-Konfiguration „intermediate“.
  • Kritisch, Note höchstens C: Zertifikat nicht vertrauenswürdig, falscher Name, abgelaufen oder nur noch wenige Tage gültig.
  • Deutlicher Abzug: TLS 1.0 oder 1.1 angenommen, fehlendes Zwischenzertifikat, keine Forward Secrecy.
  • Hinweis: kein TLS 1.3, Restlaufzeit unter 30 Tagen, CBC-Verfahren, RSA-Schlüsseltransport auf Wunsch.
  • Ohne Einfluss auf die Note: OCSP-Stapling und HTTP/2.
  • Ob der Browser die Seite nur noch über HTTPS laden soll (HSTS), prüft der Security-Header-Check.

Quellen: BSI TR-02102-2, Version 2026-01, Mozilla Server Side TLS, Leitlinien 6.0, RFC 8446 (TLS 1.3) und RFC 8996 (Abkündigung von TLS 1.0 und 1.1).

FRAGEN

Gut zu wissen.

Was prüft der SSL/TLS-Check?

Er baut höchstens acht kurze TLS-Verbindungen zu Port 443 Ihrer Domain auf, wie ein Browser, und trennt nach dem Handshake sofort wieder. Geprüft werden das Zertifikat (Vertrauen, Name, Kette, Restlaufzeit, Schlüssel, Signatur), welche TLS-Versionen der Server annimmt und welche Verschlüsselung er aushandelt. Eine Seite wird dabei nicht abgerufen.

Warum sollen TLS 1.0 und 1.1 abgeschaltet sein?

Die IETF hat beide Versionen 2021 mit RFC 8996 abgekündigt: Sie dürfen nicht mehr ausgehandelt werden, weil ihnen aktuelle kryptographische Verfahren fehlen. Auch die Technische Richtlinie BSI TR-02102-2 empfiehlt sie nicht mehr. Empfohlen sind TLS 1.3, bevorzugt, und TLS 1.2.

Nach welchen Regeln wird bewertet?

Maßstab sind die Technische Richtlinie BSI TR-02102-2 (Version 2026-01) und die Konfiguration „intermediate“ der Mozilla-Leitlinien für Server Side TLS (Version 6.0). Jede Prüfung hat ein Gewicht: Bestanden zählt voll, ein Hinweis halb. Ein nicht vertrauenswürdiges, abgelaufenes oder falsch benanntes Zertifikat begrenzt die Note auf höchstens C. OCSP-Stapling und HTTP/2 zeigen wir an, sie zählen aber nicht.

Mein Zertifikat ist gültig. Warum gibt es trotzdem Hinweise?

Ein gültiges Zertifikat ist nur ein Teil. Nimmt der Server zusätzlich alte Protokolle oder Verfahren ohne Forward Secrecy an, sind Verbindungen mit Clients, die diese anbieten, schlechter geschützt. In TLS 1.3 hat RFC 8446 Schlüsseltausch ohne Forward Secrecy ganz gestrichen. Auch eine kurze Restlaufzeit zeigen wir als Hinweis: Läuft die automatische Erneuerung nicht, sehen Besucher sonst bald eine Warnung.

Speichert TOMORIS meine Eingabe oder das Ergebnis?

Nein, nicht dauerhaft. Das Ergebnis liegt für fünf Minuten im Arbeitsspeicher, damit wiederholte Abrufe derselben Domain den Server nicht erneut belasten. Danach ist es weg.

IHR NÄCHSTER SCHRITT

Ergebnis da.
Und jetzt?

Wir ordnen Befunde ein, priorisieren nach Risiko und setzen auf Wunsch um: einmalig mit EXPERTS oder laufend im Betrieb mit GRID.