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TOOLBOX · SECURITY-CHECK

E-MAIL-SICHERHEITPRÜFEN.

Kann jemand E-Mails in Ihrem Namen fälschen? Domain eingeben und sehen, ob SPF, DKIM und DMARC das wirklich verhindern, mit DNS-Einträgen zum Kopieren.

Die Bot-Prüfung schützt die Toolbox vor automatisiertem Missbrauch.

Wir fragen öffentliche DNS-Einträge Ihrer Domain ab (MX, SPF, DKIM, DMARC, MTA-STS, TLS-RPT, BIMI) und lesen, falls eingerichtet, die MTA-STS-Richtlinie per HTTPS. Wir senden keine E-Mails und verbinden uns nicht mit Ihrem Mailserver. Ergebnisse speichern wir nicht dauerhaft.

WARUM DAS ZÄHLT

Ihr Absender.
Nicht der von Angreifern.

Im Absenderfeld einer E-Mail kann technisch jeder jede Adresse eintragen. Erst SPF, DKIM und DMARC geben empfangenden Servern die Mittel, Fälschungen Ihrer Domain zu erkennen und abzuweisen. Alle drei sind Einträge im DNS Ihrer Domain.

  • Spoofing

    Eine gefälschte Mail mit Ihrer Domain im Absender sieht im Postfach aus wie eine echte. Mit DMARC-Durchsetzung (quarantine oder reject) sollen Empfänger solche Mails aussortieren oder ablehnen, statt sie zuzustellen.

  • CEO-Fraud und Rechnungsbetrug

    Mails im Namen der Geschäftsführung oder mit geänderten Bankdaten sollen Überweisungen auslösen (Business Email Compromise). DMARC verhindert, dass Angreifer dafür genau Ihre Domain verwenden. Gegen ähnlich aussehende Domains hilft es nicht, dagegen helfen Schulung und klare Freigaben.

  • Zustellbarkeit

    Seit 1. Februar 2024 verlangt Google von allen Absendern an Gmail-Konten SPF oder DKIM, von Massenversendern (rund 5.000 Mails pro Tag und mehr) SPF, DKIM und DMARC (Google-Richtlinien für E-Mail-Absender). Seit November 2025 weist Gmail nicht konforme Mails verstärkt ab (Google-FAQ). Yahoo stellt seit Februar 2024 vergleichbare Anforderungen (Yahoo Sender Best Practices).

WAS GEPRÜFT WIRD

Drei Einträge gegen Spoofing.
Zwei für den Transport.

Die Note richtet sich nach dem Schutz vor gefälschten Absendern. Eine Domain ohne gültiges DMARC erreicht höchstens C, auch wenn SPF und DKIM stimmen.

  • 01

    DMARC

    Verknüpft SPF und DKIM mit der sichtbaren Absenderadresse und sagt Empfängern, was mit Fälschungen passiert: none (nur beobachten), quarantine oder reject, dazu der Testmodus t=y. Wir prüfen nach dem aktuellen Standard RFC 9989, mit Subdomains (sp, np) und Berichten (rua).

  • 02

    SPF

    Welche Server dürfen für Ihre Domain senden? Wir prüfen genau einen gültigen Eintrag, den Abschluss (-all, ~all, ?all, +all) und zählen die DNS-Lookups über alle include-Ebenen. Mehr als 10 machen SPF unwirksam.

  • 03

    DKIM

    Eine digitale Signatur jeder ausgehenden Mail. Wir suchen Schlüssel unter den Selectoren großer Anbieter und prüfen die Schlüssellänge: unter 1024 Bit ungültig, 2048 Bit empfohlen.

  • 04

    Mailserver und Null-MX

    Empfängt die Domain E-Mails? Domains ohne E-Mail sollten das mit einem Null-MX erklären und trotzdem SPF -all und DMARC p=reject setzen. So sieht es auch das BSI für ungenutzte Domains vor (TR-03182).

  • 05

    MTA-STS und TLS-RPT

    MTA-STS verlangt von absendenden Servern eine verschlüsselte Verbindung mit gültigem Zertifikat. TLS-RPT liefert Ihnen Berichte, wenn das scheitert.

  • 06

    BIMI und DANE

    Zur Information: BIMI zeigt Ihr Logo in manchen Postfächern, DANE sichert die Verschlüsselung über DNSSEC ab. Beide zählen nicht zur Note.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Von p=none
zu p=reject.

DMARC sofort auf reject zu stellen, kann legitime Mails treffen, etwa vom Newsletter-Dienst oder Webshop. Sicher ist der Weg in Stufen, wie ihn der DMARC-Standard RFC 9989 beschreibt und wie ihn auch Microsoft und Google empfehlen.

  1. 01

    Alle Absender erfassen

    Notieren Sie jeden Dienst, der mit Ihrer Domain sendet: das Postfach (zum Beispiel Exchange Online), Newsletter, CRM, Buchhaltung, Webshop, Scanner und Drucker.

  2. 02

    SPF und DKIM für jeden Dienst

    Nehmen Sie jeden Dienst in den SPF-Eintrag auf und bleiben Sie bei höchstens 10 DNS-Lookups. Aktivieren Sie DKIM in jedem Dienst, der es anbietet: Wer später p=reject setzt, muss mit DKIM signieren, weil SPF bei Weiterleitungen scheitert (RFC 9989, Abschnitt 7.4).

  3. 03

    Beobachten mit p=none

    Veröffentlichen Sie v=DMARC1; p=none; rua=mailto:… und werten Sie die Berichte mindestens einen Monat aus (RFC 9989, Abschnitt 7.4). Jeder legitime Absender muss SPF oder DKIM passend zu Ihrer Domain bestehen.

  4. 04

    Durchsetzen mit p=quarantine

    Wenn die Berichte sauber sind, stellen Sie für einen ebenso langen Zeitraum auf quarantine um und vergleichen die Ergebnisse. Zum Testen gibt es t=y: Empfänger wenden die Richtlinie dann eine Stufe schwächer an. Das frühere pct ist seit RFC 9989 entfallen.

  5. 05

    Ziel: p=reject

    Bestehen alle legitimen Absender, stellen Sie auf reject um und behalten die Berichte im Blick. Schreiben Ihre Nutzer an Mailinglisten im Internet, rät RFC 9989 von p=reject ab; wer es trotzdem setzt, soll die Nutzer auf Einschränkungen bei Mailinglisten hinweisen (Abschnitt 7.4). Neue Dienste kommen immer zuerst in SPF und DKIM.

FRAGEN

Gut zu wissen.

Was prüft der E-Mail-Sicherheits-Check?

Er fragt die öffentlichen DNS-Einträge Ihrer Domain ab: Mailserver (MX), SPF samt aller eingebundenen Einträge und der Zahl der DNS-Lookups, DMARC mit Richtlinie, Subdomains und Berichtsadresse, DKIM-Schlüssel unter gängigen Selectoren mit Schlüssellänge, MTA-STS mit Richtlinie, TLS-RPT und als Information BIMI und DANE.

Warum findet der Check meinen DKIM-Schlüssel nicht?

DKIM-Schlüssel liegen unter einem frei wählbaren Namen (Selector), zum Beispiel selector1._domainkey.ihre-domain.at. Diese Namen lassen sich über DNS nicht auflisten. Wir fragen die Selector ab, die große Anbieter fest vorgeben. Nutzt Ihr Dienst einen anderen Namen, finden wir den Schlüssel nicht und melden das als Hinweis, nicht als Fehler. Den Selector sehen Sie im Kopf jeder versendeten Mail unter „DKIM-Signature: … s=…“.

Reicht SPF nicht aus?

Nein. SPF prüft nur die technische Absenderadresse (MAIL FROM, im Kopf als Return-Path sichtbar), nicht die Adresse, die Empfänger im Postfach sehen. Erst DMARC verlangt, dass SPF oder DKIM zur sichtbaren Absenderdomain passen, und sagt Empfängern, was bei einer Fälschung passieren soll (RFC 9989, Abschnitt 4.4). Ohne DMARC bleibt Spoofing Ihrer Domain möglich.

Wie entsteht die Note?

Jede Prüfung hat ein Gewicht, DMARC das größte. Bestanden zählt voll, ein Hinweis halb, ein kritischer Befund nicht. Daraus ergibt sich ein Wert von 0 bis 100 und die Note A+ bis F. Ohne gültiges DMARC ist höchstens C möglich, ebenso mit +all im SPF-Eintrag. A+ gibt es nur ohne kritischen Befund. Informationen wie BIMI und DANE zählen nicht.

Sendet der Check E-Mails oder speichert er meine Domain?

Nein. Er liest nur öffentliche DNS-Einträge und, falls eingerichtet, die öffentliche MTA-STS-Richtlinie über HTTPS. Er verbindet sich nicht mit Ihrem Mailserver und verschickt keine Mails. Das Ergebnis liegt fünf Minuten im Arbeitsspeicher, damit wiederholte Abrufe nicht erneut abfragen, und ist danach weg.

IHR NÄCHSTER SCHRITT

Ergebnis da.
Und jetzt?

Wir ordnen Befunde ein, priorisieren nach Risiko und setzen auf Wunsch um: einmalig mit EXPERTS oder laufend im Betrieb mit GRID.