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Git

Git ist ein verteiltes Versionsverwaltungssystem, das Änderungen an Dateien als nachvollziehbare Stände speichert. Teams arbeiten damit parallel an Code, Konfigurationen und Dokumentation, führen Änderungen zusammen und können jeden früheren Stand wiederherstellen.

25. Oktober 2026GitVersionsverwaltungSoftwareentwicklungDevOps

Git entstand 2005 für die Entwicklung des Linux-Kernels und ist heute in der Softwareentwicklung weit verbreitet. Statt Versionsverwaltung ist auch von Versionskontrolle die Rede. Wer Software entwickelt, Server per Skript konfiguriert oder Infrastructure as Code einsetzt, arbeitet fast immer mit Git. Plattformen wie GitHub, GitLab, Azure Repos oder Bitbucket ergänzen Git um Zusammenarbeit im Browser, Berechtigungen, Reviews und Automatisierung.

Wie Git funktioniert

Die wichtigsten Begriffe im Alltag:

Typische Arbeitsweise im Team

  1. Für jede Aufgabe einen eigenen, kurzlebigen Branch anlegen.
  2. In kleinen, gut beschriebenen Commits arbeiten.
  3. Einen Pull Request eröffnen, der automatisch getestet wird, siehe CI/CD.
  4. Die Änderung im Code Review prüfen lassen.
  5. Nach Freigabe in den Hauptzweig übernehmen und den Branch löschen.
  6. Auslieferungsstände mit Tags kennzeichnen, damit jede Version eindeutig wiederherstellbar ist.

Eine Datei namens .gitignore legt fest, was nie ins Repository gehört, etwa Abhängigkeiten, die Composer neu installiert, oder lokale Konfigurationsdateien.

Git außerhalb der Softwareentwicklung

Sicherheit

Abgrenzung

Git ist die Software, GitHub oder GitLab sind Plattformen, die Git-Repositories bereitstellen und ergänzen. Die Versionierung in SharePoint oder OneDrive speichert ältere Fassungen einzelner Dokumente, bietet aber keine Zweige, kein Zusammenführen und keine Reviews. Ein Backup sichert Daten gegen Verlust. Git dokumentiert, wer was wann und warum geändert hat.

Häufige Fragen

Lohnt sich Git auch für kleine Projekte?

Ja. Schon für eine einzelne Person bringt Git eine lückenlose Historie, die Möglichkeit, frühere Stände wiederherzustellen, und Branches, in denen sich Ideen gefahrlos ausprobieren lassen. Der Aufwand ist gering, denn ein Repository entsteht mit einem einzigen Befehl.

Wie macht man eine Änderung rückgängig?

Auf gemeinsam genutzten Zweigen erzeugt git revert einen neuen Commit, der die Wirkung eines früheren Commits aufhebt. Die Historie bleibt dabei erhalten und für alle nachvollziehbar. Befehle, die die Historie umschreiben, sind nur für lokale, noch nicht geteilte Stände gedacht.

Ersetzt Git ein Backup?

Nein. Verteilte Kopien helfen zwar, wenn ein Rechner ausfällt, schützen aber nicht vor versehentlich gelöschten Repositories auf der Plattform, gesperrten Konten oder Ransomware. Dafür braucht es eine eigene Sicherung.

Quellen

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