Lexikon

Infrastructure as Code (IaC)

Infrastructure as Code (IaC) beschreibt Server, Netzwerke und Cloud-Ressourcen in maschinenlesbaren Dateien, die versioniert und automatisch angewendet werden, statt sie manuell einzurichten.

13. Oktober 2026AutomatisierungCloudDevOps

Lange wurde Infrastruktur per Hand eingerichtet: Klicks in Verwaltungskonsolen, Einstellungen nach Anleitung, Anpassungen nach Bedarf. Das Ergebnis sind Umgebungen, die sich in Details unterscheiden, deren Konfiguration kaum jemand vollständig kennt und deren Neuaufbau lange dauert. Infrastructure as Code überträgt Methoden der Softwareentwicklung auf die Infrastruktur: Sie wird als Code beschrieben, versioniert, geprüft und automatisch ausgerollt. Besonders in Cloud-Umgebungen, in denen Ressourcen schnell entstehen und wieder verschwinden, ist dieser Ansatz verbreitet.

Wie funktioniert Infrastructure as Code?

Ein typischer Ablauf: Eine Änderung wird in einer Datei vorgenommen, in einer Versionsverwaltung wie Git gespeichert und von einer zweiten Person geprüft. Eine Vorschau zeigt die geplanten Auswirkungen, danach rollt eine Pipeline die Änderung aus. Gute IaC ist idempotent, das heißt, mehrfaches Anwenden führt zum selben Ergebnis. Abweichungen durch manuelle Eingriffe, sogenannter Drift, lassen sich so erkennen.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Ein einzelnes Skript, das einmal ausgeführt wird, ist noch kein Infrastructure as Code. Entscheidend sind Versionierung, Wiederholbarkeit und dass der Code den Sollzustand verbindlich beschreibt.

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