Lexikon

Ransomware

Ransomware ist Schadsoftware, die Daten verschlüsselt oder Systeme sperrt und für die Freigabe ein Lösegeld verlangt. Häufig drohen die Täter zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Daten.

13. Oktober 2026RansomwareMalwareBackup

Ransomware gehört zu den folgenreichsten Bedrohungen für Unternehmen jeder Größe. Ein erfolgreicher Angriff kann Produktion, Buchhaltung und Kommunikation tagelang lahmlegen. Der Name setzt sich aus dem englischen „ransom“ (Lösegeld) und „Software“ zusammen.

Hinter modernen Angriffen steht selten ein einzelnes Programm, das zufällig zuschlägt. Meist handelt es sich um organisierte Gruppen, die arbeitsteilig vorgehen und Zugänge, Werkzeuge und Infrastruktur untereinander handeln. Dieses Geschäftsmodell wird oft als „Ransomware as a Service“ bezeichnet.

Wie funktioniert Ransomware?

Ein typischer Angriff verläuft in mehreren Phasen:

  1. Erstzugang: über Phishing, gestohlene Zugangsdaten, schlecht geschützte Fernzugänge oder ungepatchte Schwachstellen in Systemen, die aus dem Internet erreichbar sind.
  2. Ausbreitung: Die Angreifenden erweitern ihre Rechte, suchen nach Administratorkonten und bewegen sich im Netzwerk von System zu System.
  3. Vorbereitung: Sicherungen werden gesucht und nach Möglichkeit gelöscht oder unbrauchbar gemacht, Daten werden häufig vorab kopiert.
  4. Verschlüsselung: Dateien und Server werden verschlüsselt, eine Lösegeldforderung erscheint.

Bei der sogenannten doppelten Erpressung drohen die Täter zusätzlich damit, die kopierten Daten zu veröffentlichen. So entsteht auch dann Druck, wenn sich alle Systeme aus einem Backup wiederherstellen lassen. Sicherheitsbehörden raten grundsätzlich davon ab, Lösegeld zu zahlen, weil eine Zahlung weder eine funktionierende Entschlüsselung noch das Löschen kopierter Daten garantiert.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

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