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Schwachstellenscan

Ein Schwachstellenscan ist eine automatisierte Prüfung von Systemen, Anwendungen und Netzwerkgeräten auf bekannte Sicherheitslücken, fehlende Updates und unsichere Konfigurationen. Er liefert eine Befundliste zum Priorisieren, aber keinen Beweis, dass eine Lücke tatsächlich ausnutzbar ist.

25. Oktober 2026SchwachstellenscanVulnerability ScanningSicherheitsprüfungSchwachstellen

Auf Englisch heißt das Verfahren Vulnerability Scanning, die Werkzeuge Schwachstellenscanner. Sie sind das Messinstrument des Schwachstellenmanagements: Ohne regelmäßige Scans weiß ein Unternehmen nicht, wo veraltete Software oder unsichere Einstellungen laufen. Das US-Institut NIST beschreibt den Scan in seinem Leitfaden SP 800-115 als Technik, mit der Hosts, ihre Eigenschaften und die zugehörigen Schwachstellen ermittelt werden.

Wie läuft ein Schwachstellenscan ab?

  1. Ziele festlegen: Welche Netzbereiche, Server, Clients oder Webanwendungen werden geprüft, und wer hat das freigegeben?
  2. Erkennen: Der Scanner findet aktive Systeme und offene Dienste und ermittelt Betriebssysteme und Softwareversionen.
  3. Abgleichen: Die gefundenen Versionen und Einstellungen werden mit einer Datenbank bekannter Lücken verglichen, meist mit CVE-Kennung und CVSS-Bewertung. Die Signaturen müssen dafür vor jedem Lauf aktuell sein.
  4. Bewerten: Fachleute prüfen die Befunde, sortieren Falschmeldungen aus und ordnen sie nach Risiko.
  5. Nachprüfen: Nach der Behebung bestätigt ein erneuter Scan, dass die Lücke geschlossen ist.

Welche Arten gibt es?

Schwachstellenscan oder Penetrationstest?

Ein Scan arbeitet breit und automatisch, ein Penetrationstest tief und manuell. Das BSI beschreibt den nicht invasiven Schwachstellenscan als Prüfung, die Lücken nicht ausnutzt und deshalb häufiger Falschmeldungen erzeugt, weil Scanner nach Versionsständen urteilen. Kombinationen mehrerer Schwachstellen erkennt ein Scanner nicht. NIST empfiehlt daher regelmäßige Scans, ergänzt durch Penetrationstests in größeren Abständen. Im IT-Grundschutz des BSI sind automatisierte Tests auf Schwachstellen eine Anforderung bei erhöhtem Schutzbedarf.

Praxis für KMU und Gemeinden

Bezug zu TOMORIS

GRID.scout untersucht die vereinbarte Umgebung regelmäßig, bewertet Befunde mit Erreichbarkeit, Auswirkungen und Kontext und verfolgt die Maßnahmen bis zur Behebung nach. Die Updates selbst plant GRID.patch.

Quellen

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