Lexikon

DNS-Filter

DNS-Filter blockieren den Zugriff auf schädliche oder unerwünschte Websites, indem sie bereits die Namensauflösung prüfen. Bekannte Phishing- und Malware-Domains werden dadurch gar nicht erst erreicht.

13. Oktober 2026DNSWebfilterPhishing-Schutz

Fast jede Verbindung ins Internet beginnt mit einer DNS-Anfrage, denn ein Gerät muss zuerst die IP-Adresse zu einem Namen kennen, siehe DNS. Genau an dieser Stelle setzt ein DNS-Filter an. Er wirkt für alle Programme und Geräte, die den vorgesehenen Resolver nutzen, also auch für Drucker, Kameras oder Gäste-Smartphones, auf denen keine Schutzsoftware läuft. Damit ist er eine vergleichsweise einfache, aber wirksame zusätzliche Schutzschicht.

Wie funktioniert ein DNS-Filter?

  1. Geräte im Unternehmen verwenden einen filternden Resolver, der als Cloud-Dienst, auf der Firewall oder auf einem eigenen Server läuft.
  2. Bei jeder Anfrage prüft der Filter den angefragten Namen gegen Listen bekannter schädlicher Domains und gegen Kategorien wie Glücksspiel oder Werbung.
  3. Ist die Domain unbedenklich, liefert der Resolver die normale Antwort. Ist sie gesperrt, gibt er keine gültige Adresse zurück oder leitet auf eine Hinweisseite um.
  4. Die Anfragen werden protokolliert. Auffällige Muster zeigen, ob ein Gerät versucht, Kontakt zu einem Steuerungsserver von Angreifern aufzunehmen.

Für Laptops außerhalb des Firmennetzes übernimmt ein kleiner Agent oder eine Gerätekonfiguration die Umleitung auf den Filter.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Ein DNS-Filter sieht nur den Domainnamen, nicht die vollständige Adresse oder den Inhalt einer Seite. Ein Web-Proxy kann Inhalte genauer prüfen, ist aber aufwendiger im Betrieb.

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