TOOLBOX · DOWNLOAD
IT-Sicherheits-richtlinie alsVorlage.
Eine IT-Sicherheitsrichtlinie, beim BSI Leitlinie zur Informationssicherheit genannt, hält fest, warum ein Unternehmen Informationen schützt, welche Ziele es verfolgt und wer wofür verantwortlich ist. Diese Vorlage enthält einen Mustertext mit Platzhaltern, Grundregeln für alle Mitarbeitenden und eine Checkliste zur Einführung. Sie zeigt, welche Inhalte BSI-Standard 200-2 und der IT-Grundschutz-Baustein ISMS.1 verlangen und was seit Oktober 2026 für wesentliche und wichtige Einrichtungen nach NISG 2026 und NISV 2026 gilt.
Kostenloses PDF · Vorlage
IT-Sicherheitsrichtlinie: Vorlage für kleine und mittlere Unternehmen
- Thema
- Security-Grundlagen
- Format
- PDF, A4
- Umfang
- 10 Seiten
- Größe
- 124 KB
- Stand
- 25.10.2026
- Quellen
- 7
FÜR WEN
Für wen
das gedacht ist.
Mustertext für die Leitlinie zur Informationssicherheit und Grundregeln für alle Mitarbeitenden, mit Fundstellen in BSI IT-Grundschutz, NISG 2026 und NISV 2026.
- Geschäftsführung und Leitungsorgane kleiner und mittlerer Unternehmen
- Informationssicherheitsbeauftragte und IT-Leitung, die eine Leitlinie erstellen oder überarbeiten
- Unternehmen, die als wesentliche oder wichtige Einrichtung unter das NISG 2026 fallen oder sich darauf vorbereiten
7 ABSCHNITTE
Was drin
steht.
Jede fachliche Aussage im Dokument nennt ihre Quelle. Das Stand-Datum steht auf jeder Seite.
- 01
Was eine IT-Sicherheitsrichtlinie regelt
Das oberste Dokument der Informationssicherheit: Begriffe bei BSI und EU und der Aufbau dieser Vorlage.
- 02
Was hineingehört: BSI und EU-Verordnung
Inhalte nach BSI-Standard 200-2 und ISMS.1.A3 neben den Pflichtinhalten aus Anhang Nr. 1.1 der DVO (EU) 2024/2690.
- 03
Was das NISG 2026 von der Leitung verlangt
§ 31 Governance, § 32 Risikomanagement und die NISV 2026: was seit Oktober 2026 für wesentliche und wichtige Einrichtungen gilt.
- 04
Mustertext Teil A: Leitlinie zur Informationssicherheit
Acht Abschnitte mit Platzhaltern in eckigen Klammern, dazu Rollen und Unterschriftenfeld der Geschäftsführung.
- 05
Mustertext Teil B: Grundregeln für alle Mitarbeitenden
Acht Regeln für den Arbeitsalltag mit Platzhaltern, dazu die schriftliche Bestätigung der Kenntnisnahme.
- 06
Checkliste zur Einführung
Zwölf Punkte vom Auftrag der Geschäftsführung bis zum nächsten Überprüfungstermin.
- 07
Häufige Fehler
Was Leitlinien in der Praxis unwirksam macht, und was BSI und EU-Verordnung stattdessen verlangen.
AUSZUG
Mustertext Teil A: Leitlinie zur Informationssicherheit
Ersetzen Sie jeden Platzhalter in eckigen Klammern, streichen Sie, was nicht zutrifft, und leiten Sie die Ziele aus Ihren Geschäftszielen und Ihrer Risikoanalyse ab. Die acht Abschnitte decken alle Zeilen der Tabelle in Abschnitt 2 ab; NIS2-Einrichtungen streichen dort nichts ohne Prüfung.
Zweck und Geltungsbereich
Diese Leitlinie legt fest, warum und wie [Unternehmen] Informationen schützt. Sie gilt für [das gesamte Unternehmen | Standorte, Bereiche], für Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeitenden, für externe Personen, die für [Unternehmen] tätig sind, und für Informationen in jeder Form: auf Papier, in IT-Systemen, in Cloud-Diensten und auf mobilen Geräten.
Stellenwert und Sicherheitsziele
Unsere wichtigsten Geschäftsprozesse sind [z. B. Auftragsabwicklung, Produktion]; sie hängen ab von [z. B. ERP-System, E-Mail]. Ein Ausfall oder Abfluss dieser Informationen gefährdet [z. B. Lieferfähigkeit, Kundenvertrauen]. Wir schützen deshalb Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, wie es dem Risiko angemessen ist. Unsere Ziele: [z. B. Kundendaten sind nur Berechtigten zugänglich; die Auftragsabwicklung läuft nach einem Ausfall binnen [Stunden] wieder; gesetzliche und vertragliche Pflichten werden eingehalten].
Verantwortung der Geschäftsführung
Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für die Informationssicherheit. Sie genehmigt diese Leitlinie, setzt sie durch, lebt die Regeln vor und stellt Personal, Budget, Verfahren und Technik bereit. Sie lässt sich mindestens [halbjährlich] über Stand, Risiken und Vorfälle berichten und entscheidet über den Umgang mit Restrisiken.
Rollen und Organisation
Informationssicherheitsbeauftragte oder Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) ist [Name, Funktion], Vertretung [Name, Funktion]. Die oder der ISB koordiniert die Informationssicherheit, berät die Geschäftsführung, berichtet ihr direkt und wird bei größeren Projekten und neuen IT-Systemen frühzeitig beteiligt. Weitere Rollen nennt die Tabelle unten; die Geschäftsführung überprüft sie [jährlich] und nach erheblichen Vorfällen oder Änderungen.
Regelungen und Schulung
Das Sicherheitskonzept legt auf Grundlage einer Risikoanalyse die Maßnahmen fest. Für einzelne Themen gelten eigene, mit dieser Leitlinie vereinbare Regelungen: [z. B. Grundregeln (Teil B), Zugriffskontrolle, Datensicherung, Sicherheitsvorfälle, Lieferanten], freigegeben von [Funktion]. Alle Mitarbeitenden werden vor der ersten IT-Nutzung eingewiesen und mindestens [jährlich] geschult, die Geschäftsführung in eigens für sie gestalteten Schulungen.
Verstöße und Ausnahmen
Verstöße können [Unternehmen], Kunden und Partnern schaden; die Mitarbeitenden werden über mögliche Konsequenzen aufgeklärt. Wie ein Verstoß behandelt wird, entscheidet [Funktion] im Einzelfall nach Arbeitsvertrag, [Betriebsvereinbarung] und geltendem Recht. Ausnahmen von Regeln sind nur begründet, befristet und nach Genehmigung durch [Funktion] zulässig; [ISB] führt darüber eine Übersicht.
Überprüfung, Kennzahlen und Dokumentation
Wir verbessern die Informationssicherheit fortlaufend. Die Geschäftsführung überprüft diese Leitlinie mindestens [jährlich] und nach erheblichen Vorfällen oder wesentlichen Änderungen und dokumentiert das Ergebnis. Den Fortschritt messen wir an [Kennzahlen, z. B. Schulungsquote, Zeit bis zur Installation kritischer Updates]. [ISB] bewahrt [Unterlagen, z. B. Risikoanalyse, Berichte, Schulungsnachweise, Vorfallsprotokolle] [Dauer] auf.
Inkraftsetzung
Die Geschäftsführung hat diese Leitlinie am [Datum] genehmigt. Sie tritt am [Datum] in Kraft, ersetzt [frühere Fassung | keine] und wird allen Mitarbeitenden sowie den betroffenen externen Partnern bekannt gegeben, die ihre Kenntnis bestätigen. Nächste Überprüfung spätestens am [Datum].
| Rolle | Aufgaben | Wer |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | Gesamtverantwortung, Ressourcen, regelmäßige Berichte (ISMS.1.A1, ISMS.1.A12) | __________ |
| ISB | koordiniert, berät die Leitung, berichtet direkt, untersucht Vorfälle, koordiniert Schulungen (ISMS.1.A4; 200-2, Kap. 4.4) | __________ |
| Vertretung ISB | übernimmt bei Abwesenheit, ebenso qualifiziert (ISMS.1.A6; 200-2, Kap. 4.4) | __________ |
| IT-Betrieb | setzt technische Maßnahmen um, etwa Updates und Berechtigungen (OPS.1.1.3.A15, ORP.4.A2); möglichst nicht zugleich ISB (200-2, Kap. 4.4) | __________ |
| Führungskräfte | gehen mit gutem Beispiel voran und weisen auf die Regeln hin (ORP.3.A1) | alle |
| Mitarbeitende und Externe | Sicherheit am eigenen Arbeitsplatz (200-1, Kap. 7.2); Dritte wenden die Regeln an (DVO 2024/2690, Anhang Nr. 1.2.2) | alle |
| Funktion | Name | Datum | Unterschrift |
|---|---|---|---|
| Geschäftsführung | __________ | __________ | __________ |
| ISB, zur Kenntnis | __________ | __________ | __________ |
Fundstellen zum Mustertext: Abschnitt 3 nach ISMS.1.A1 und ISMS.1.A12. Abschnitt 4 nach ISMS.1.A4, ISMS.1.A6 und Anhang Nr. 1.2 DVO 2024/2690. Abschnitt 5 nach ISMS.1.A7 und ORP.3.A3. Abschnitt 6 nach ISMS.1.A8 und ORP.5.A5. Abschnitt 7 nach ISMS.1.A11, ISMS.1.A13 und Anhang Nr. 1.1.1 lit. d, h, j sowie Nr. 1.1.2. Abschnitt 8 nach BSI-Standard 200-2, Kapitel 3.4.4, und Anhang Nr. 1.1.1 lit. f, k.
QUELLEN
Belegt,
nicht behauptet.
- NISG 2026, BGBl. I Nr. 94/2025, geltende Fassung im RIS (öffnet in neuem Tab)§ 3 Z 11, §§ 24 bis 26, 31, 32, § 45 Abs. 1 bis 3, § 51 Abs. 2; Fassung vom 25.10.2026
- NISV 2026, BGBl. II Nr. 290/2026, authentische Kundmachung im RIS (öffnet in neuem Tab)§§ 2, 3, 4 und 9, kundgemacht am 1.10.2026, gelesen am 25.10.2026
- Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690, Anhang Nr. 1 Konzept für die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (öffnet in neuem Tab)Anhang Nr. 1.1 und 1.2; ABl. L vom 18.10.2024
- Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS-2-Richtlinie), Art. 20 Governance und Art. 21 (öffnet in neuem Tab)Art. 20 Abs. 1, Art. 21 Abs. 2 lit. a; ABl. L 333 vom 27.12.2022
- BSI-Standard 200-1: Managementsysteme für Informationssicherheit (ISMS) (öffnet in neuem Tab)Kapitel 3.1, 7.1 und 7.2; Version 1.0, Oktober 2017
- BSI-Standard 200-2: IT-Grundschutz-Methodik (öffnet in neuem Tab)Kapitel 3.4 Erstellung einer Leitlinie, 4.4 Informationssicherheitsbeauftragte, 4.11 externe Sicherheitsexperten
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium, Edition 2023 (öffnet in neuem Tab)ISMS.1, ORP.1 bis ORP.5, CON.3, OPS.1.1.3, DER.2.1, APP.5.3, SYS.2.1, SYS.3.2.1, INF.7, INF.9; gelesen am 25.10.2026
Diese Vorlage ist an Ihr Unternehmen anzupassen und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind NISG 2026, NISV 2026 und die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 in der jeweils geltenden Fassung. Klären Sie arbeitsrechtliche Fragen, etwa zum Umgang mit Verstößen, mit Ihrer Rechtsberatung.
TOOLBOX
Passend
dazu.
- Kostenlos
NIS2-Betroffenheitscheck
Wesentliche oder wichtige Einrichtung? Der Check prüft Ihre Angaben gegen das freigegebene Regelwerk zum NISG 2026 und nennt zu jeder Aussage den Paragrafen.
Jetzt prüfen ISMS im Lexikon
Was ein Informationssicherheits-Managementsystem ist, wie es als Kreislauf funktioniert und welche Dokumente dazugehören.
Mehr erfahrenISO/IEC 27001 im Lexikon
Aufbau der internationalen ISMS-Norm, Maßnahmen in Anhang A und Ablauf der Zertifizierung.
Mehr erfahrenNIS2-Meldepflichten
Fristen, Inhalte und Empfänger der Meldungen nach NISG 2026, mit Checkliste zur Vorbereitung.
Mehr erfahren
SECURITY-GRUNDLAGEN
Mehr zum
Thema.
Weitere kostenlose PDFs aus dem Bereich Security-Grundlagen.
- PDF
Passwortrichtlinie
Länge statt Sonderzeichen-Zwang, Wechsel nur bei Verdacht, Sperrliste und MFA: eine Passwortrichtlinie zum Anpassen, mit Gegenüberstellung alt und neu und Checkliste für Microsoft Entra ID.
Ansehen - PDF
Phishing-Spickzettel
Warnzeichen mit Prüfweg, CEO-Betrug, QR-Codes, Anrufe und MFA-Anfragen, Sofortmaßnahmen nach einem Klick und die Meldewege in Österreich: kompakt zum Weitergeben und Aushängen.
Ansehen
IHR NÄCHSTER SCHRITT
Vom Papier
in die Praxis.
Wir prüfen mit Ihnen, was davon in Ihrer Umgebung schon umgesetzt ist, und setzen den Rest um: einmalig mit EXPERTS oder laufend im Betrieb mit GRID.