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Phishingerkennen undmelden.

Phishing-Nachrichten wirken heute oft echt: gutes Deutsch, bekanntes Logo, scheinbar vertrauter Absender. Dieser Spickzettel zeigt die typischen Warnzeichen mit Beispiel und Prüfweg, die Sonderformen vom CEO-Betrug über QR-Codes und Anrufe bis zur MFA-Anfrage, die Sie nicht ausgelöst haben, und was nach einem Klick sofort zu tun ist. Dazu kommen die Meldewege in Österreich und eine Vorlage für Ihre internen Ansprechpersonen. Die Hinweise stützen sich auf BSI, Bundeskriminalamt, Watchlist Internet, Microsoft und CISA.

Kostenloses PDF · Spickzettel

Phishing erkennen: Spickzettel für Mitarbeitende

Format
PDF, A4
Umfang
8 Seiten
Größe
109 KB
Stand
25.10.2026
Quellen
10
Als Webseite lesen

FÜR WEN

Für wen
das gedacht ist.

Warnzeichen, Prüfschritte und Sonderformen von Phishing, was nach einem Klick zu tun ist und wie Sie in Österreich richtig melden.

  • Alle Mitarbeitenden, die E-Mails, SMS, Chats und Anrufe bearbeiten, ohne IT-Vorwissen
  • Führungskräfte, die den Spickzettel weitergeben, aushängen oder in Unterweisungen nutzen
  • Buchhaltung, Einkauf und Assistenz, die Zahlungen auslösen oder freigeben
  • IT-Verantwortliche, die Meldewege festlegen und Schulungen planen

8 ABSCHNITTE

Was drin
steht.

Jede fachliche Aussage im Dokument nennt ihre Quelle. Das Stand-Datum steht auf jeder Seite.

  • 01

    Die Grundregel: innehalten, prüfen, melden

    Phishing kommt per E-Mail, SMS, Chat, Anruf oder QR-Code. Gutes Deutsch ist keine Entwarnung.

  • 02

    Sechs Warnzeichen und wie Sie sie prüfen

    Absender, Druck, Links, Anhänge, ungewöhnliche Bitten und abgefragte Daten: Merkmal, Beispiel und Prüfweg.

  • 03

    In sechs Schritten prüfen

    So klären Sie eine verdächtige Nachricht, ohne Link, Anhang oder Telefonnummer aus der Nachricht zu benutzen.

  • 04

    Sonderformen: CEO-Betrug, QR-Codes, SMS, Anrufe, MFA

    Woran Sie Betrug erkennen, der nicht wie eine klassische Phishing-Mail aussieht, und wie Sie reagieren.

  • 05

    Nach einem Klick: sofort handeln

    Was Sie je nach Lage sofort tun. Am Arbeitsplatz zuerst die IT informieren (Microsoft), sie entscheidet über die nächsten Schritte.

  • 06

    Richtig melden: intern und in Österreich

    Zuerst der interne Weg, dann Outlook, Watchlist Internet, die Cybercrime-Meldestelle und die Polizei.

  • 07

    Checkliste zum Aushängen

    Zehn Fragen vor jedem Klick, jeder Eingabe und jeder Zahlung, als Empfehlung von TOMORIS.

  • 08

    Für Führungskräfte und IT: den Rahmen setzen

    Was Führungskräfte und IT festlegen, damit Mitarbeitende melden und die eigene Domain schwer zu fälschen ist.

AUSZUG

Sechs Warnzeichen und wie Sie sie prüfen

Warnzeichen in E-Mails, SMS und Chats (BSI, Bundeskriminalamt, Watchlist Internet, Microsoft)
MerkmalBeispielSo prüfen Sie
Absender passt nichtAnzeigename „IT-Service“, dahinter eine fremde Adresse; Domain mit zusätzlichen Zahlen oder geänderten BuchstabenMauszeiger auf die Absenderzeile legen, ohne zu klicken: Dahinter kann eine andere Adresse stehen (BSI). Passt die Signatur nicht zur Adresse, ist das ein Warnzeichen (Microsoft).
Druck und Drohung„Wenn Sie das nicht tun, müssen wir Ihr Konto leider sperren …“Nicht unter Druck setzen lassen (Bundeskriminalamt). Das Anliegen selbst über die bekannte Website oder Nummer klären.
Link führt woanders hinButton „Konto bestätigen“, dahinter eine wilde Zeichenfolge, ein Kurzlink oder eine Adresse wie „www.135x-Bank.de“Mauszeiger auf den Link legen, am Smartphone den Finger darauf lassen: Die echte Zieladresse erscheint (Watchlist Internet). „https://“ ist keine Entwarnung (BSI).
Unerwarteter AnhangEndung .exe oder .scr, doppelte Endung wie .pdf.exe, Aufforderung, Makros zu aktivierenAnhänge verdächtiger E-Mails nicht öffnen (BSI). Verlangt eine Datei, Makros zu aktivieren oder etwas zu installieren, ist das ein deutliches Anzeichen (Microsoft).
Ungewöhnliche BitteDie Geschäftsführung schreibt von einer privaten Adresse und verlangt eine eilige, vertrauliche ÜberweisungMisstrauisch werden, wenn ein bekannter Absender ein ungewöhnliches Anliegen hat (BSI). Die Person über einen bekannten Weg zurückrufen (Watchlist Internet).
Vertrauliche Daten verlangtPasswort, PIN, TAN oder Kreditkartennummer per E-Mail, SMS, Formular oder TelefonBanken und Behörden fragen nie per E-Mail nach Ihrem Passwort (BSI), Bankmitarbeitende nie nach der TAN (Bundeskriminalamt).

Ein Merkmal genügt für Misstrauen. Das BSI nennt dringenden Handlungsbedarf, Drohungen, die Abfrage vertraulicher Daten, Links oder Formulare und ungewöhnliche Anliegen bekannter Absender: Trifft mindestens eines zu, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Phishing.

  • Die Nachricht kommt unerwartet, etwa von jemandem, mit dem Sie selten zu tun haben (Microsoft).
  • Im Feld „An“ stehen viele scheinbar zufällige Empfänger (Microsoft).
  • Die Anrede ist unpersönlich, etwa „Sehr geehrte Kundin / Sehr geehrter Kunde“ (Bundeskriminalamt).

QUELLEN

Belegt,
nicht behauptet.

  1. BSI: Wie erkenne ich Phishing-E-Mails und -Webseiten? (öffnet in neuem Tab)Phishing-E-Mails erkennen, Phishing-Webseiten erkennen; gelesen am 25.10.2026
  2. BSI: Phishing und seine Unterarten Smishing, Quishing und Vishing (öffnet in neuem Tab)Smishing, Quishing, Vishing; gelesen am 25.10.2026
  3. BSI und ProPK: Phishing, Checkliste für den Ernstfall (PDF) (öffnet in neuem Tab)Das sollten Sie tun, wenn …; So schützen Sie sich in Zukunft
  4. Bundeskriminalamt: Infoblatt Phishing/Smishing (PDF, Oktober 2025) (öffnet in neuem Tab)Warnsignale, Präventionsempfehlungen, Maßnahmen im Schadensfall
  5. Watchlist Internet: So enttarnen Sie verräterische Links (öffnet in neuem Tab)Link anzeigen mit Maus und Smartphone, verdächtige Adressen, Meldeformular
  6. Watchlist Internet: Wenn sich statt der Chefetage ein Deepfake meldet (öffnet in neuem Tab)CEO-Betrug, Erkennungsmerkmale, Mein Unternehmen ist betroffen
  7. Microsoft Learn: Melden von Phishing und verdächtigen E-Mails in Outlook (öffnet in neuem Tab)Integrierte Schaltfläche in Outlook; gelesen am 25.10.2026
  8. Microsoft Learn: So schützen Sie sich vor Phishing-Angriffen (öffnet in neuem Tab)Anzeichen eines Phishing-Betrugs, Was zu tun ist
  9. Microsoft Support: Betrugsversuche im Zusammenhang mit dem technischen Support (öffnet in neuem Tab)Vorgehensweise der Betrüger, So schützen Sie sich
  10. CISA, NSA, FBI, MS-ISAC: Phishing Guidance – Stopping the Attack Cycle at Phase One (öffnet in neuem Tab)PDF S. 4 bis 6 (Techniken, MFA, DMARC, Schulung), S. 12 (Reporting)

Dieser Spickzettel gibt einen Überblick und ersetzt keine Vorgaben Ihres Unternehmens. Tragen Sie Ihre internen Meldewege in die Vorlage ein, bevor Sie ihn weitergeben. Bezeichnungen und Funktionen in Outlook können je nach Version und Einstellung Ihrer IT abweichen; Kontaktdaten der Meldestellen mit Stand 25.10.2026.

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Vom Papier
in die Praxis.

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