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ISO/IEC 27001

ISO/IEC 27001 ist die internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Sie legt fest, welche Anforderungen ein ISMS erfüllen muss, und ist Grundlage für eine unabhängige Zertifizierung.

13. Oktober 2026ISO 27001InformationssicherheitZertifizierung

Die Norm wird gemeinsam von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) herausgegeben. Die aktuelle Fassung ist ISO/IEC 27001:2022; die Übergangsfrist für Zertifikate nach der Vorgängerfassung von 2013 ist im Oktober 2025 ausgelaufen.

Ein Zertifikat dient vielen Unternehmen als Nachweis gegenüber Kunden, Partnern und Versicherungen, und manche Ausschreibungen setzen es voraus. Die Norm eignet sich aber auch ohne Zertifizierung als Leitfaden, um ein ISMS strukturiert aufzubauen.

Wie ISO/IEC 27001 aufgebaut ist

Die Kapitel 4 bis 10 beschreiben die Anforderungen an das Managementsystem: Kontext der Organisation, Führung, Planung einschließlich Risikobeurteilung und Risikobehandlung, Unterstützung, Betrieb, Bewertung der Leistung und Verbesserung. Die Risikobeurteilung ist dabei das Herzstück, siehe IT-Risikoanalyse.

Der Anhang A enthält 93 Maßnahmen (Controls), gegliedert in vier Themen: Organisation, Personen, physische Sicherheit und Technologie. Unternehmen wählen anhand ihrer Risikobewertung aus, welche Maßnahmen sie umsetzen, und begründen die Auswahl in der Erklärung zur Anwendbarkeit (Statement of Applicability). Ausführliche Umsetzungshinweise liefert die ergänzende Norm ISO/IEC 27002.

Die Zertifizierung erfolgt durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle in einem zweistufigen Audit. Das Zertifikat gilt drei Jahre, mit jährlichen Überwachungsaudits und anschließender Rezertifizierung.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Dieser Eintrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung.

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