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BSI IT-Grundschutz

BSI IT-Grundschutz ist die Methodik des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), mit der Organisationen Informationssicherheit systematisch aufbauen. Die BSI-Standards beschreiben das Vorgehen, das IT-Grundschutz-Kompendium liefert konkrete Anforderungen für typische Systeme und Abläufe.

25. Oktober 2026IT-GrundschutzBSIISMSInformationssicherheit

IT-Grundschutz gibt es seit Jahrzehnten und ist im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Grundlagen für Informationssicherheit. Der Ansatz: Statt jede Bedrohung einzeln zu analysieren, werden für typische Bausteine wie Server, Clients, E-Mail oder Rechenzentrum bewährte Anforderungen vorgegeben. Eine eigene Risikoanalyse ist nur dort nötig, wo der Schutzbedarf höher ist oder kein Baustein passt.

Woraus besteht IT-Grundschutz?

Basis-, Standard- und Kern-Absicherung

Der Standard 200-2 kennt drei Vorgehensweisen. Die Basis-Absicherung ist ein Einstieg, der die wichtigsten Anforderungen breit umsetzt. Die Kern-Absicherung schützt zuerst die besonders wichtigen Geschäftsprozesse und Werte. Die Standard-Absicherung ist das vollständige Vorgehen und laut BSI kompatibel zu einer Zertifizierung nach ISO/IEC 27001. Ein solches ISO-27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz setzt ein Audit durch einen vom BSI anerkannten Auditor voraus und gilt drei Jahre mit jährlichen Überwachungsaudits.

Grundschutz++: die Modernisierung

Das BSI stellt die Methode unter dem Namen Grundschutz++ neu auf: vollständig prozessorientiert und mit einem maschinenlesbaren Regelwerk, das das bisherige Kompendium ablösen soll. Laut BSI-Zeitplan vom Oktober 2026 soll Grundschutz++ am 27. Oktober 2026 veröffentlicht werden und ab 1. Jänner 2027 zertifizierbar sein. Zertifizierungen nach dem bisherigen IT-Grundschutz bleiben bis 30. November 2031 möglich.

Praxis für KMU und Gemeinden in Österreich

IT-Grundschutz ist eine deutsche Methode, wird aber auch in Österreich als praxisnahe Arbeitshilfe genutzt. Für den österreichischen Kontext gibt es zusätzlich das Österreichische Informationssicherheitshandbuch, das A-SIT im Auftrag des Bundeskanzleramts aktualisiert und das sich an der ISO/IEC-27000-Reihe orientiert. Für Kommunen hat das BSI mit WiBA, dem „Weg in die Basis-Absicherung“, Checklisten mit Prüffragen veröffentlicht, die ohne tiefe Methodenkenntnis einen ersten Überblick geben. Österreichische Gemeinden können sie als Orientierung nutzen. Wer unter NIS2 fällt, kann Anforderungen aus dem Kompendium als konkrete Maßnahmen heranziehen; welche Pflichten gelten, klärt der NIS2-Betroffenheitscheck.

Risiken und Grenzen

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