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Generative KIsichernutzen.

KI-Assistenten sparen Zeit, bringen aber Risiken: vertrauliche Daten im falschen Werkzeug, überzeugend formulierte Fehler und versteckte Anweisungen in fremden Inhalten. Dieser Spickzettel zeigt, was in einen Prompt darf, wie Sie Ergebnisse prüfen und Prompt Injection erkennen, was die KI-Verordnung verlangt und wann Sie melden.

Kostenloses PDF · Spickzettel

Generative KI sicher nutzen: Spickzettel für Mitarbeitende

Format
PDF, A4
Umfang
7 Seiten
Größe
101 KB
Stand
25.10.2026
Quellen
12
Nutzung
Weitergabe in unveränderter Form erlaubt
Als Webseite lesen

FÜR WEN

Für wen
das gedacht ist.

Was in einen Prompt darf, wie Sie Ergebnisse prüfen und Prompt Injection erkennen, was die KI-Verordnung verlangt und wann Sie melden.

  • Alle Mitarbeitenden, die Chat-Assistenten, Copilots, Schreib-, Übersetzungs- oder Bildwerkzeuge nutzen
  • Mitarbeitende, die KI-Assistenten mit Zugriff auf Postfach, Dateien oder Browser einsetzen
  • Führungskräfte, die den Spickzettel weitergeben, aushängen oder in Unterweisungen nutzen
  • IT, Datenschutz und Informationssicherheit, die Freigaben und Meldewege festlegen

7 ABSCHNITTE

Was drin
steht.

Jede fachliche Aussage im Dokument nennt ihre Quelle. Das Stand-Datum steht auf jeder Seite.

  • 01

    Was in einen Prompt darf: die Datenklassen-Ampel

    Je vertraulicher die Daten, desto enger der Kreis der Werkzeuge. Zugangsdaten nie.

  • 02

    Nur freigegebene Werkzeuge: Schatten-KI vermeiden

    Private Konten, kostenlose Webdienste und Erweiterungen ohne Freigabe sind Schatten-KI.

  • 03

    Ergebnisse prüfen: Fakten, Quellen, Zahlen, Code

    KI-Antworten klingen sicher, auch wenn sie falsch sind: prüfen und besser fragen.

  • 04

    Prompt Injection erkennen

    Versteckte Anweisungen in fremden Inhalten: Warnzeichen und Regeln für KI-Agenten.

  • 05

    Kennzeichnung und KI-Kompetenz nach der KI-Verordnung

    Art. 50 und Art. 4 der KI-Verordnung in der Fassung der VO (EU) 2026/1744.

  • 06

    Vorfall melden: was, wann, wie

    Was Sie je nach Lage sofort tun. Melden ist kein Schuldeingeständnis.

  • 07

    Checklisten zum Aushängen

    Je fünf Fragen vor dem Absenden und vor dem Verwenden, als Empfehlung von TOMORIS.

AUSZUG

Was in einen Prompt darf: die Datenklassen-Ampel

Datenklassen-Ampel (Empfehlung von TOMORIS, an die Datenklassen Ihres Unternehmens anpassen)
StufeBeispieleWohin damit
Grün: öffentlichVeröffentlichte Texte, allgemeine Fachfragen ohne Personen- oder KundenbezugAlle freigegebenen Werkzeuge
Gelb: internAbläufe, Vorlagen, Entwürfe ohne Personen- oder KundenbezugFreigegebene Werkzeuge mit Arbeitskonto
Rot: vertraulichVerträge, Kalkulationen, Quellcode, Geschäftsgeheimnisse (§ 26b Abs. 1 UWG), Kunden- und Personaldaten (Art. 4 Nr. 1 DSGVO)Nur ausdrücklich dafür freigegebene Werkzeuge, sonst Platzhalter
TabuPasswörter, PINs, Einmalcodes, API-Schlüssel; Gesundheitsdaten und andere besondere Kategorien (Art. 9 Abs. 1 DSGVO)Zugangsdaten nie; besondere Kategorien nur, wenn eine Ausnahme nach Art. 9 Abs. 2 DSGVO greift und der Datenschutz das Werkzeug freigegeben hat
  • Nur eingeben, was die Aufgabe braucht: Personenbezogene Daten sind auf das notwendige Maß zu beschränken (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO); das BSI rät zu sparsamem Umgang mit sensiblen Daten (M18).
  • Platzhalter wie [Kunde A] statt Namen. Lässt sich der Bezug mit zusätzlichen Informationen wiederherstellen, bleiben die Daten personenbezogen (Erwägungsgrund 26 DSGVO).
  • Uploads zählen wie Eingaben (BSI R2); das Modell liest auch Metadaten, Anmerkungen und Kommentare (BSI, Basisschutz), Text in Screenshots und unter Schwärzungsbalken im PDF (OWASP LLM02:2026).

QUELLEN

Belegt,
nicht behauptet.

  1. KI-Verordnung (EU) 2024/1689, konsolidiert 27.07.2026 (öffnet in neuem Tab)Art. 3 Nr. 4 und 60; Art. 4, 50, 111 Abs. 4, 113
  2. VO (EU) 2026/1744, Digital-Omnibus zur KI (öffnet in neuem Tab)Art. 1 Nr. 5 (neuer Art. 4), Art. 4 (Inkrafttreten)
  3. EU-Kommission: AI Literacy – Questions & Answers (öffnet in neuem Tab)Stand 20.10.2026; Frage zur Dokumentation
  4. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), EUR-Lex (öffnet in neuem Tab)ErwG 26; Art. 4 Nr. 1 und 12, Art. 5, 9, 33
  5. UWG, § 26b (Geschäftsgeheimnis), RIS (öffnet in neuem Tab)§ 26b Abs. 1, Fassung BGBl. I Nr. 109/2018
  6. OWASP Top 10 for LLM Applications 2026 (öffnet in neuem Tab)Nummern laut PDF 2026; Einzelseiten auf genai.owasp.org noch mit Nummern 2025 (LLM06, 09, 05)
  7. NIST AI 600-1: Generative AI Profile (Juli 2024) (öffnet in neuem Tab)Abschnitte 2.2, 2.7 und 2.9
  8. BSI: Generative KI-Modelle – Chancen und Risiken für Industrie und Behörden, Version 2.0 (öffnet in neuem Tab)Version 2.0 vom 17.01.2025; R2 bis R4, R6, R8, R28; M16 bis M18, M20
  9. BSI: Basisschutz gegen Indirect Prompt Injections in dokumentbasierten LLM-Chats, Version 1.0 (öffnet in neuem Tab)Version 1.0 vom 14.09.2026; Einleitung, Abschnitt 2.5
  10. Anthropic: Halluzinationen reduzieren (öffnet in neuem Tab)Grundlegende Strategien, Best-of-N-Verifizierung
  11. Anthropic: Jailbreaks und Prompt-Injections abwehren (öffnet in neuem Tab)Abschnitt Indirekte Prompt-Injection
  12. Microsoft Learn: Daten, Datenschutz und Sicherheit für Microsoft Copilot (öffnet in neuem Tab)Organisationsdaten; Inhalte, die Copilot erstellt

Überblick ohne Rechtsberatung; maßgeblich ist der Gesetzestext in der geltenden Fassung, insbesondere der KI-Verordnung samt Verordnung (EU) 2026/1744 und der DSGVO. Ampel und Checklisten sind Empfehlungen von TOMORIS; die Vorgaben Ihres Unternehmens gehen vor. Bezeichnungen und Funktionen der Werkzeuge können sich ändern.

IHR NÄCHSTER SCHRITT

Vom Papier
in die Praxis.

Wir prüfen mit Ihnen, was davon in Ihrer Umgebung schon umgesetzt ist, und setzen den Rest um: einmalig mit EXPERTS oder laufend im Betrieb mit GRID.