Lexikon

Kontextfenster

Das Kontextfenster ist die maximale Textmenge, die ein Sprachmodell in einer einzelnen Anfrage berücksichtigen kann. Es wird in Tokens gemessen und umfasst Anweisungen, Gesprächsverlauf, Dokumente und meist auch die Antwort.

13. Oktober 2026KontextfensterLLMToken

Ein Sprachmodell berücksichtigt bei jeder Anfrage nur das, was in sein Kontextfenster passt. Alles außerhalb existiert für das Modell nicht. Das erklärt viele Beobachtungen aus dem Alltag: warum ein Assistent in einem sehr langen Chat frühere Vorgaben scheinbar vergisst, warum sich nicht beliebig viele Dokumente gleichzeitig auswerten lassen und warum lange Anfragen mehr kosten.

Die Größe des Kontextfensters ist ein wichtiges Merkmal bei der Auswahl eines Modells. Sie ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, unterscheidet sich aber weiterhin stark zwischen Modellen.

Wie funktioniert das Kontextfenster?

Ein Large Language Model speichert zwischen zwei Anfragen nichts. Damit ein Chat dennoch zusammenhängend wirkt, schickt die Anwendung bei jeder neuen Nachricht den bisherigen Verlauf erneut mit. In das Kontextfenster fließen typischerweise ein:

Gemessen wird all das in Tokens. Wird das Fenster voll, muss die Anwendung kürzen: Ältere Nachrichten werden abgeschnitten oder zusammengefasst, Dokumente gekürzt oder abgewiesen.

Ein großes Kontextfenster bedeutet nicht automatisch, dass alle Inhalte gleich gut berücksichtigt werden. Bei sehr langen Eingaben können einzelne Informationen übersehen werden.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Das Kontextfenster ist kein Langzeitgedächtnis. Manche Assistenten bieten eine Gedächtnisfunktion, die sich Vorlieben oder Fakten über mehrere Gespräche hinweg merkt. Technisch werden diese gespeicherten Informationen bei Bedarf wieder in das Kontextfenster geladen und belegen dort ebenfalls Platz.

KI-Software-Entwicklung ansehen