Lexikon

Zero Trust

Zero Trust bedeutet, Zugriffe nicht allein wegen ihres Standorts oder Netzwerks zu vertrauen. Identität, Gerät, Berechtigung und Kontext werden passend zum Schutzbedarf geprüft.

Zero TrustZugriffskontrolleSicherheitsarchitektur

Klassische Sicherheitskonzepte folgten dem Bild einer Burg: Eine Firewall schützt die Außengrenze, und wer sich im Firmennetz befindet, gilt als vertrauenswürdig. Dieses Modell passt schlecht zu Cloud-Diensten, Homeoffice und mobilen Geräten. Es hilft auch wenig, wenn Angreifende mit gestohlenen Zugangsdaten oder über ein infiziertes Gerät bereits im Netz sind und sich dort frei bewegen können.

Zero Trust kehrt die Grundannahme um: Vertrauen wird nicht vorausgesetzt, sondern für jeden Zugriff neu begründet. Der Begriff wurde um 2010 populär. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) beschreibt eine Zero-Trust-Architektur in der Publikation SP 800-207. Zero Trust ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Sicherheitsmodell, das schrittweise umgesetzt wird.

Wie funktioniert Zero Trust?

Drei Grundsätze prägen den Ansatz:

Technisch trifft eine zentrale Stelle die Zugriffsentscheidung nach festgelegten Richtlinien. Durchgesetzt wird sie bei der Anmeldung, in der Anwendung oder im Netzwerk. Die Bewertung erfolgt nicht nur einmal, sondern wird bei veränderten Bedingungen erneut vorgenommen.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Zero Trust bedeutet nicht, den Mitarbeitenden zu misstrauen. Der Begriff bezieht sich auf technische Vertrauensannahmen. Firewalls bleiben ebenfalls sinnvoll, sind aber nicht mehr die einzige Schutzgrenze.

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