Lexikon

Virtualisierung

Virtualisierung bildet Hardware wie Server, Speicher oder Netzwerke per Software nach. So laufen auf einem physischen Server mehrere voneinander getrennte virtuelle Maschinen mit jeweils eigenem Betriebssystem.

13. Oktober 2026VirtualisierungHypervisorVM

Früher lief auf einem physischen Server meist genau eine Anwendung, und der Server war die meiste Zeit kaum ausgelastet. Virtualisierung trennt die Software von der Hardware: Mehrere virtuelle Server teilen sich die Ressourcen eines oder mehrerer physischer Hosts. Das spart Hardware, Strom und Platz und macht die IT flexibler. Virtualisierung ist heute die Grundlage der meisten Rechenzentren und Cloud-Plattformen.

Wie funktioniert Virtualisierung?

Kern ist der Hypervisor, eine Softwareschicht, die Prozessor, Arbeitsspeicher, Datenspeicher und Netzwerk auf mehrere virtuelle Maschinen (VMs) verteilt und diese voneinander isoliert.

Eine VM besteht im Wesentlichen aus Dateien für virtuelle Festplatten und Konfiguration. Sie lässt sich kopieren, verschieben und per Snapshot in einen früheren Zustand zurückversetzen. Mehrere Hosts mit gemeinsamem Speicher bilden einen Cluster: Fällt ein Host aus, starten seine VMs auf einem anderen neu. Im laufenden Betrieb lassen sie sich ohne Unterbrechung zwischen Hosts verschieben.

Neben Servern werden auch Desktops, Netzwerke und Speicher virtualisiert. Container sind eine leichtere Variante, bei der sich Anwendungen den Kern des Betriebssystems teilen.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Virtualisierung ist eine Technik, Cloud ein Bereitstellungsmodell. Cloud-Plattformen nutzen Virtualisierung und ergänzen sie um Selbstbedienung, Abrechnung nach Nutzung und Automatisierung, siehe IaaS, PaaS und SaaS.

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