FortiGate ist die Firewall-Produktlinie von Fortinet. Eine FortiGate kontrolliert als Firewall den Datenverkehr zwischen Internet, Firmennetz und Cloud, nimmt VPN-Verbindungen an und prüft Inhalte auf Angriffe und Schadsoftware. Es gibt sie als Hardware für Standorte unterschiedlicher Größe, als virtuelle Maschine und als Variante für Cloud-Plattformen.
Wie ist eine FortiGate aufgebaut?
Auf allen Varianten läuft das Betriebssystem FortiOS. Es stellt Firewall-Regeln, Routing, VPN, SD-WAN und die Verwaltung bereit. Welche Prüfungen über die reine Regelauswertung hinaus aktiv sind, hängt von den gebuchten FortiGuard-Abonnements ab.
Hardware und Abonnement sind deshalb getrennt zu betrachten. Das Gerät gehört dem Unternehmen. Die Sicherheitsdienste laufen über eine Lizenz mit fester Laufzeit, die verlängert werden muss.
FortiGuard-Bundles
Fortinet fasst die Sicherheitsdienste in Bundles zusammen:
- Unified Threat Protection (UTP): Intrusion Prevention, Erkennung von Viren, Botnetzen und verdächtigen Dateien per Sandbox, Web-, Video- und DNS-Filter, Inline-CASB für Cloud-Anwendungen und Anti-Spam. Der Support FortiCare Premium ist enthalten.
- Enterprise Protection: alle UTP-Dienste und zusätzlich KI-gestützte Inline-Malware-Abwehr, Data Loss Prevention auch für Schatten-KI, IoT-Sicherheit und Security Rating.
Ein Beispiel für die Größenordnung: Eine FortiGate 60F mit einem Jahr UTP kostete bei einem deutschen Händler 1.416,96 € netto. Preise hängen von Modell, Laufzeit und Händler ab.
Was passiert, wenn FortiGuard abläuft?
Die Firewall arbeitet weiter, Regeln und VPN-Tunnel bleiben aktiv. Signaturen für Virenschutz und Intrusion Prevention werden aber nicht mehr aktualisiert. Der kategoriebasierte Web- und DNS-Filter fällt aus. In der Standardeinstellung blockiert die FortiGate dann den Webverkehr.
Für den Betrieb heißt das: Die Laufzeiten der Abonnements gehören in dieselbe Übersicht wie Zertifikate und Wartungsverträge. Eine Verlängerung sollte vor dem Ablaufdatum bestellt sein.
SSL-VPN: Umstieg auf IPsec
Fortinet hat den Tunnelmodus des SSL-VPN ab FortiOS 7.6.3 entfernt. Die Modelle 50G, 70G und 90G haben bereits ab FortiOS 7.2.12 beziehungsweise 7.4.8 kein SSL-VPN mehr. Wer Fernzugriff bisher über SSL-VPN betreibt, plant den Umstieg auf IPsec-VPN oder auf einen Ansatz nach Zero Trust.
Der Wechsel betrifft Clients, Anmeldung und Multi-Faktor-Authentifizierung. Er sollte vor dem Firmware-Update in einer Testgruppe geprüft sein, damit der Fernzugriff nach dem Update nicht ausfällt.
Supportzeiträume von FortiOS
Fortinet unterstützt FortiOS 7.4 bis 11. November 2028 und FortiOS 7.6 bis 25. Jänner 2030. Firewalls sind aus dem Internet erreichbar und ein häufiges Angriffsziel. Firmware-Updates gehören deshalb in ein geregeltes Patch-Management, mit Wartungsfenster und Rückfallplan.
FortiGate und Cloud
Eine FortiGate am Standort ist oft die Gegenstelle für Verbindungen in die Cloud, etwa per Site-to-Site-VPN zum Azure VPN Gateway. Auch mit einer privaten Verbindung über Azure ExpressRoute bleibt sie die Stelle, an der Regeln zwischen Firmennetz und Cloud greifen. Für die Administration von Servern in Azure ist Azure Bastion eine Alternative zu RDP- oder SSH-Freigaben an der Firewall.
FortiGate mit TOMORIS
Was TOMORIS bei Einrichtung, Betrieb und Verlängerung von FortiGate-Firewalls übernimmt, beschreibt die Seite Fortinet Firewall und VPN. Eine Übersicht zu Service und Preisen bietet FortiGate Service und Preise.