Lexikon

Cloud-Migration

Cloud-Migration bezeichnet die Verlagerung von Anwendungen, Daten und IT-Infrastruktur aus dem eigenen Serverraum oder Rechenzentrum in eine Cloud-Umgebung oder zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern.

13. Oktober 2026CloudMigrationLift and Shift

Anlässe für eine Cloud-Migration sind häufig auslaufende Hardware, das Support-Ende eines Betriebssystems, ein neuer Standort oder der Wunsch nach ortsunabhängigem Arbeiten. Eine Migration ist dabei mehr als ein technischer Umzug. Sie verändert Kostenstruktur, Verantwortlichkeiten und oft auch Arbeitsabläufe: Statt Investitionen in eigene Hardware entstehen laufende Kosten, und ein Teil des Betriebs liegt beim Anbieter.

Wie eine Cloud-Migration abläuft

  1. Bestandsaufnahme: Welche Server, Anwendungen, Datenmengen, Schnittstellen und Lizenzen gibt es, und welche Systeme hängen voneinander ab.
  2. Strategie je Anwendung: Häufig werden die Optionen als R-Strategien beschrieben. Eine Anwendung kann unverändert umziehen (Rehost, auch Lift and Shift), mit kleinen Anpassungen auf Plattformdienste wechseln (Replatform), neu entwickelt werden (Refactor), durch eine Software-as-a-Service-Lösung ersetzt werden (Repurchase), vorerst lokal bleiben (Retain) oder abgeschaltet werden (Retire).
  3. Zielumgebung vorbereiten: Identitäten, Netzwerk, Sicherheitsregeln, Überwachung und Datensicherung werden aufgebaut, bevor die ersten Systeme umziehen.
  4. Migration in Etappen: Nach einem Pilot folgen die übrigen Systeme in geplanten Wellen, jeweils mit Test und Rückfallplan. Große Datenmengen werden vorab übertragen und kurz vor der Umstellung nur noch abgeglichen.
  5. Optimierung: Nach dem Umzug werden Größen, Kosten und Betriebsabläufe an die tatsächliche Nutzung angepasst.

Welches Servicemodell jeweils passt, erläutert der Eintrag IaaS, PaaS und SaaS.

Typische Beispiele

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