Loxone ist ein Hersteller aus Oberösterreich, dessen System Funktionen wie Licht, Beschattung, Raumklima, Energie, Zutritt und Audio in einer gemeinsamen Steuerung zusammenführt. Eingesetzt wird es in Wohngebäuden ebenso wie in Büros, Hotels, Geschäften und anderen Gewerbeobjekten.
Bei offenen Standards arbeiten Komponenten vieler Hersteller über ein gemeinsames Protokoll zusammen. Bei Loxone stammen dagegen zentrale Steuerung, Software und ein großer Teil der Komponenten aus einer Hand. Das prägt Planung, Betrieb und Wartung über die gesamte Nutzungsdauer.
Wie Loxone aufgebaut ist
- Miniserver: die zentrale Steuerung. Auf ihr läuft die Logik des Gebäudes, also Regeln, Zeitpläne und Szenen, lokal im Gebäude.
- Erweiterungen und Peripherie: Sensoren, Taster, Aktoren und Module werden kabelgebunden, etwa über die herstellereigene Tree-Verkabelung, oder per Funk über Loxone Air angebunden.
- Loxone Config: die Software, mit der das System geplant, programmiert und in Betrieb genommen wird.
- App und Visualisierung: Bedienung und Übersicht über Smartphone, Tablet, PC oder Bedienpanel.
Über Erweiterungen, Gateways und Netzwerkschnittstellen lassen sich auch Standards wie KNX, Modbus oder DALI sowie Geräte anderer Hersteller einbinden. Welche Kombination im Einzelfall funktioniert, hängt von Gerät, Version und Gebäude ab.
Wofür Loxone eingesetzt wird
- Licht nach Präsenz und Tageslicht steuern und Szenen für Besprechungsräume hinterlegen.
- Beschattung automatisch an Sonnenstand, Temperatur und Wind anpassen.
- Heizung und Kühlung je Raum nach Nutzungszeiten regeln.
- Energieflüsse aus Photovoltaik, Speicher und Ladestationen sichtbar machen und Verbraucher darauf abstimmen.
- Zutritt, Gegensprechanlage und Alarmmeldungen in derselben Bedienoberfläche zusammenführen, etwa in einem Smart Office.
Worauf Unternehmen achten sollten
- Eignung je Gebäude prüfen: Bestand, vorhandene Gewerke, Verkabelung, Schnittstellen und gewünschter Leistungsumfang entscheiden, ob das System passt.
- Herstellerbindung bewusst abwägen: Ein System aus einer Hand vereinfacht die Abstimmung. Ersatzteile, Erweiterungen und Weiterentwicklung hängen aber an einem Hersteller.
- Projektdaten beim Betreiber halten: Konfigurationsdatei, Benutzerkonten und Administratorzugänge sollten nicht nur beim Errichter liegen.
- Fernzugriff absichern: Die Steuerung nicht ungeschützt aus dem Internet erreichbar machen, Updates einspielen und die Gebäudetechnik getrennt vom Büronetz betreiben. Hintergründe dazu bietet der Eintrag OT-Security.
- Zuständigkeiten klären: Elektroinstallation und Haustechnik erfolgen durch die verantwortlichen Fachbetriebe.
Abgrenzung
Gebäudeautomation ist der Oberbegriff, Loxone ein konkretes Produktsystem dafür. KNX ist dagegen ein offener, herstellerübergreifender Standard, für den viele Hersteller Komponenten anbieten. Beides schließt sich nicht aus, da sich KNX-Geräte in Loxone einbinden lassen.
Bezug zu TOMORIS
TOMORIS NEXT nennt Loxone als mögliche Steuerungstechnologie in den Szenarien zur Gebäudeautomation. Ein Partner- oder Zertifizierungsstatus wird damit nicht behauptet.
Loxone im Projektkontext einordnen