Wer Microsoft 365 oder andere Onlinedienste über einen Partner im Programm Microsoft CSP kauft, kauft nach den Regeln der New Commerce Experience. Sie legt fest, wie lange ein Abonnement läuft, was es kostet und wann sich die Menge ändern lässt. Die wichtigste Folge für Unternehmen: Lizenzen lassen sich nicht mehr jederzeit zurückgeben.
Laufzeiten und Preise
- Monatslaufzeit: flexibel, aber 20 % teurer als die Jahreslaufzeit.
- Jahreslaufzeit mit jährlicher Zahlung: der Listenpreis, etwa 19,06 € pro Benutzer und Monat für Microsoft 365 Business Premium seit 1. Juli 2026.
- Jahreslaufzeit mit monatlicher Zahlung: seit 1. April 2025 5 % Aufschlag gegenüber jährlicher Zahlung.
- Dreijahreslaufzeit: für ausgewählte Produkte, zum Beispiel für Microsoft Copilot.
Der Preis bleibt während der Laufzeit fest. Preiserhöhungen von Microsoft wirken erst bei der Verlängerung.
Kündigen und Menge reduzieren
Lizenzen für Benutzer lassen sich innerhalb von sieben Tagen nach Kauf oder Verlängerung kündigen. Microsoft erstattet dann den anteiligen Betrag. Danach ist die Menge bis zum Ende der Laufzeit bezahlt. Weniger Lizenzen gibt es erst wieder zur Verlängerung.
Mehr Lizenzen lassen sich dagegen jederzeit hinzufügen. Wer im Herbst zehn Lizenzen für ein Projekt auf Jahreslaufzeit kauft, zahlt sie also bis zum Ende dieser Laufzeit, auch wenn das Projekt früher endet. Für schwankende Mengen ist eine Mischung aus Jahres- und Monatslizenzen deshalb oft günstiger.
Was passiert am Ende der Laufzeit?
Seit 4. Mai 2026 gibt es keine kostenlose Nachfrist mehr. Am Ende der Laufzeit gibt es drei Möglichkeiten:
- Verlängern: zu den dann gültigen Preisen, auch mit geänderter Menge oder Laufzeit.
- Kündigen: das Abonnement endet.
- Extended Service Terms (EST): Das Abonnement läuft weiter, zum Preis der Monatslaufzeit plus 3 %, und lässt sich jederzeit kündigen.
Ist die automatische Verlängerung ausgeschaltet und wird nicht ausdrücklich gekündigt, landet das Abonnement in den Extended Service Terms. Das ist teurer als eine geplante Verlängerung.
Worauf Unternehmen achten sollten
- Verlängerungstermine aller Abonnements an einer Stelle führen und rechtzeitig vorher die Menge prüfen.
- Ausgetretene Mitarbeitende im IT-Onboarding und -Offboarding mit dem Lizenzbestand abgleichen.
- Grundbedarf auf Jahreslaufzeit, Spitzen auf Monatslaufzeit legen.
- Vor jeder Verlängerung prüfen, ob die Laufzeit noch passt, etwa von Monats- auf Jahreslaufzeit wechseln, wenn der Bedarf stabil geworden ist.
- Für Volumenverträge wie MPSA und Enterprise Agreement gelten eigene Regeln. Ein Wechsel in den CSP bedeutet auch einen Wechsel in die NCE-Logik.
NCE mit TOMORIS
Wie TOMORIS Abonnements über CSP bereitstellt, Verlängerungen plant und Bestände prüft, beschreibt die Seite Microsoft-Lizenzen.