Das MPSA ist ein Volumenlizenzvertrag zwischen einer Organisation und Microsoft. Er läuft unbefristet und verlangt nicht, die gesamte Organisation zu lizenzieren. Gekauft wird bei Bedarf: Serverlizenzen, Office-Lizenzen oder Abonnements für Onlinedienste wie Microsoft 365. Microsoft nennt als Zielgruppe Organisationen mit 250 oder mehr Benutzern oder Geräten.
Wie funktioniert das MPSA?
- Ein Vertrag, mehrere Kaufkonten: Das MPSA wird einmal abgeschlossen. Einzelne Gesellschaften oder Abteilungen kaufen über registrierte Kaufkonten, ohne neuen Vertrag.
- Punkte und Preisstufen: Käufe bringen Punkte je Produktgruppe. Aus der jährlichen Punktezahl ergibt sich eine Preisstufe von A bis D. Je höher die Stufe, desto niedriger der Preis. Um die Stufe A zu halten, müssen je aktiver Produktgruppe bis zum jährlichen Stichtag mindestens 500 Punkte zusammenkommen. Stichtag ist der Jahrestag des Monats, in dem das MPSA unterschrieben wurde.
- Keine Gesamtbindung: Anders als beim Enterprise Agreement gibt es keine mehrjährige Verpflichtung für alle Arbeitsplätze.
Das MPSA war damit lange der passende Vertrag für mittelgroße Organisationen, die Rabatte wollten, ohne sich für drei Jahre festzulegen.
Was hat sich am 1. November 2025 geändert?
Microsoft hat die Preise für Onlinedienste im MPSA und im Enterprise Agreement vereinheitlicht. Bei Verlängerung oder Neukauf gilt für alle Onlinedienste ein einheitlicher Preis über die Preisstufen A bis D, ausgerichtet an den Preisen auf microsoft.com. Für lokal installierte Software, etwa Serverlizenzen, ändert sich nichts.
Für Microsoft 365 und andere Cloud-Abonnements bringt das MPSA damit keinen Mengenrabatt mehr. Beim Kauf über Microsoft CSP sind die Microsoft-Listenpreise ebenfalls die Grundlage. Dazu kommen die Laufzeiten und Kündigungsregeln der New Commerce Experience.
Läuft das MPSA aus?
Microsoft hat für das MPSA kein offizielles Enddatum veröffentlicht (Stand: 2. November 2026). Bestehende Verträge lassen sich weiter nutzen. Wer weiter lokale Software kauft, etwa Serverlizenzen, kann diese Käufe vorerst im MPSA belassen. Für Cloud-Dienste kommen als Nachfolge zwei Wege in Frage:
- Microsoft CSP: Kauf über einen Partner, der Lizenzen bestellt, verrechnet und betreut.
- Microsoft Customer Agreement for Enterprise (MCA-E): ein direkter Vertrag mit Microsoft, den Microsoft vor allem großen Organisationen anbietet.
Nachfolge planen
- Bestand erheben: Welche Produkte laufen über das MPSA, welche davon sind Onlinedienste, welche lokale Software?
- Verlängerungstermine der Onlinedienste sammeln, denn ab dort gilt der einheitliche Preis.
- Lizenzpakete je Benutzergruppe prüfen, zum Beispiel ob Microsoft 365 Business Premium oder Microsoft 365 E5 passt.
- Lokale Lizenzen und Software Assurance getrennt bewerten, weil dort die Preisstufen weiter gelten.
MPSA-Nachfolge mit TOMORIS
Der Leitfaden MPSA-Nachfolge beschreibt die Optionen für den Umstieg. Lizenzberatung und Bereitstellung über CSP stehen unter Microsoft-Lizenzen.