Microsoft CSP steht für Cloud Solution Provider. Über dieses Programm verkaufen Partner Cloud-Abonnements von Microsoft, etwa Microsoft 365, Lizenzen für Microsoft Entra ID oder Verbrauch in Microsoft Azure. Das Unternehmen kauft und bezahlt beim Partner. Der Partner ist auch erste Anlaufstelle, wenn es um Lizenzen und Support geht.
Wie funktioniert der Kauf über CSP?
Das Unternehmen akzeptiert die Microsoft-Kundenvereinbarung (Microsoft Customer Agreement) und wählt einen CSP-Partner. Der Partner bestellt Abonnements im Partner Center, ordnet sie dem Microsoft-365-Mandanten des Kunden zu und stellt die Rechnung. Lizenzen lassen sich ab einem Benutzer kaufen. Eine Mindestmenge wie bei Volumenverträgen gibt es nicht.
Seit der Umstellung auf die New Commerce Experience gelten für die meisten Abonnements feste Laufzeiten: ein Monat, ein Jahr oder drei Jahre. Eine Jahreslaufzeit ist günstiger als die monatliche. Die Anzahl der Lizenzen lässt sich nur innerhalb von sieben Tagen nach dem Kauf oder zur Verlängerung reduzieren. Erhöhen geht jederzeit.
Preise im CSP
Microsoft legt Listenpreise fest, Partner kalkulieren ihre Preise auf dieser Basis. Seit 1. Juli 2026 gelten in Euro unter anderem diese Listenpreise pro Benutzer und Monat, bei Jahreslaufzeit und jährlicher Zahlung:
- Microsoft 365 Business Basic: 6,07 €
- Microsoft 365 Business Standard: 12,13 €
- Microsoft 365 Business Premium: 19,06 €
- Microsoft 365 E3: 37,78 €
- Microsoft 365 E5: 58,13 €
Die Beträge gelten für die Varianten mit Teams. Varianten ohne Teams sind günstiger, Teams Enterprise kostet dann 7,41 € zusätzlich, wenn es gebraucht wird.
CSP, Enterprise Agreement und MPSA
Neben CSP gibt es Volumenverträge direkt mit Microsoft. Das Enterprise Agreement richtet sich an Organisationen ab 500 Benutzern oder Geräten und läuft mindestens drei Jahre. Das MPSA ist ein Rahmenvertrag ohne feste Laufzeit.
Seit 1. November 2025 gilt für Onlinedienste in beiden Verträgen bei Neukauf und Verlängerung ein einheitlicher Preis über alle Preisstufen. Damit fällt für Cloud-Abonnements ein wesentlicher Preisvorteil der Volumenverträge weg. Die Wahl hängt seither stärker von Vertragsdauer, Flexibilität und Betreuung ab als vom Rabatt.
Worauf Unternehmen achten sollten
- Laufzeit je Produkt bewusst wählen: Jahreslaufzeit für den festen Bedarf, Monatslaufzeit nur für schwankende Mengen.
- Verlängerungstermine im Kalender führen, weil Mengen nur zu diesen Zeitpunkten sinken können.
- Zugriffe des Partners auf den Mandanten auf das Nötige beschränken und regelmäßig prüfen, nach dem Prinzip Least Privilege.
- Lizenzbestand mit den tatsächlich aktiven Konten abgleichen und nicht genutzte Lizenzen zur Verlängerung abbauen.
CSP mit TOMORIS
Wie TOMORIS Lizenzen über CSP bereitstellt und betreut, steht unter Microsoft-Lizenzen. Der Leitfaden CSP oder Enterprise Agreement vergleicht die beiden Wege.