Lexikon

Webhook

Webhook bezeichnet eine automatische Benachrichtigung zwischen Anwendungen: Tritt ein Ereignis ein, sendet ein System sofort eine HTTP-Anfrage mit den Ereignisdaten an eine festgelegte Adresse.

13. Oktober 2026SchnittstellenAutomatisierungIntegration

Viele Automatisierungen folgen dem Muster „Wenn X eintritt, folgt Y“. Ein System könnte dazu laufend nachfragen, ob sich etwas geändert hat. Dieses sogenannte Polling kostet Ressourcen und reagiert verzögert. Webhooks drehen das Prinzip um: Das Quellsystem meldet sich von selbst, sobald ein Ereignis eintritt. Abläufe starten dadurch nahezu in Echtzeit und ohne unnötige Abfragen. Webhooks sind deshalb ein Grundbaustein vieler Integrationen zwischen Cloud-Diensten.

Wie funktioniert ein Webhook?

  1. Das empfangende System stellt einen Endpunkt bereit, also eine per HTTPS erreichbare Adresse.
  2. Im Quellsystem wird diese Adresse für bestimmte Ereignisse hinterlegt, etwa „Bestellung eingegangen“.
  3. Tritt das Ereignis ein, sendet das Quellsystem eine HTTP-Anfrage, meist per POST mit den Ereignisdaten im JSON-Format.
  4. Das empfangende System bestätigt den Eingang mit einem Statuscode und verarbeitet die Daten.

Bleibt die Bestätigung aus, versuchen viele Systeme die Zustellung später erneut. Dieselbe Nachricht kann daher mehrfach ankommen, was auf der Empfangsseite berücksichtigt werden muss.

Typische Beispiele

Worauf Unternehmen achten sollten

Abgrenzung

Bei einer klassischen API-Abfrage holt sich ein System Daten aktiv ab. Ein Webhook liefert sie ereignisgesteuert. Häufig werden beide kombiniert: Der Webhook meldet, dass sich etwas geändert hat, die Details werden anschließend über die API abgerufen. In der Prozessautomatisierung sind Webhooks ein typischer Auslöser.

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